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Panorama

Nach Twitter-Sperre

Rose McGowan beschuldigt Weinstein der Vergewaltigung

Im Skandal um Harvey Weinstein werden immer neue Vorwürfe laut: Nun twitterte Rose McGowan, der Produzent habe sie vergewaltigt. Zuvor war die Schauspielerin vorübergehend von der Plattform suspendiert worden.

AP

Rose McGowan (Archiv)

Freitag, 13.10.2017   09:52 Uhr

Der Name Rose McGowan ist bereits im Zusammenhang mit dem Skandal um Filmmogul Harvey Weinstein gefallen. Bisher hieß es, die Schauspielerin habe 1997 nach einem Vorfall in einem Hotelzimmer eine außergerichtliche Einigung mit dem Produzenten getroffen. Nun hat McGowan sich auf Twitter deutlicher geäußert.

In einem Tweet, der sich an Amazon-Chef Jeff Bezos richtet, schreibt die Schauspielerin, sie habe den Chef der Amazon-Unterhaltungssparte, Roy Price, darüber informiert, von Weinstein vergewaltigt worden zu sein. Price wurde zwischenzeitlich seinerseits wegen Belästigungsvorwürfen einer Filmproduzentin suspendiert, gab der Konzern in einem Statement bekannt.

Die neuen Vorwürfe gegen Weinstein kommen, nachdem McGowans Account vorübergehend von Twitter gesperrt worden war. Die Schauspielerin hatte sich in den vergangenen Tagen auf der Social-Media-Plattform deutlich zum Fall Weinstein positioniert. Am Donnerstag veröffentlichte sie dann auf Instagram eine Botschaft. "Twitter hat mich gesperrt. Da sind mächtige Kräfte am Werk. Seid meine Stimme", hieß es in dem Statement.

Mittlerweile ist ihr Account wieder freigeschaltet. Twitter selbst hat die Sperre damit begründet, dass McGowan eine private Telefonnummer veröffentlicht hatte. Dies sei ein Verstoß gegen die Richtlinien der Plattform.

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Vorwürfe gegen Medienmogul: Die Akte Weinstein

McGowan ist nicht die Erste, die Weinstein der Vergewaltigung beschuldigt. In einem Artikel des "New Yorker" haben bereits drei Frauen ähnliche Anschuldigungen geäußert: die italienische Schauspielerin Asia Agento, die Schauspielerin Lucia Evans und eine weitere nicht namentlich genannte Frau. Ob McGowan nun ein viertes mögliches Vergewaltigungsopfer ist oder ob sie die bisher anonyme dritte Frau ist, war zunächst unklar.

Oliver Stone: Über jeden in Hollywood gibt es Horrorgeschichten

Über eine Sprecherin wies Weinstein am Donnerstag alle Vergewaltigungsvorwürfe erneut zurück, hieß es bei CNN. Nach Bekanntwerden der ersten Belästigungsvorwürfe hatte Weinstein gesagt: "Ich erkenne an, dass die Art, wie ich mich in der Vergangenheit gegenüber Kolleginnen verhalten habe, viel Schmerz verursacht hat, und ich entschuldige mich aufrichtig dafür." Auf Details ging er nicht ein.

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Harvey Weinstein: Skandal in Hollywood

Seit der Veröffentlichung eines Artikel am 5. Oktober in der "New York Times", in dem zahlreiche Frauen von sexuellen Übergriffen durch Weinstein berichten, werden immer neue Vorwürfe gegen den Produzenten laut. Auf der langen Liste befinden sich auch Hollywood-Größen wie Gwyneth Paltrow und Angelina Jolie und mehrere ehemalige Mitarbeiter Weinsteins. Immer mehr Menschen aus der Filmbranche verurteilen Weinsteins Verhalten öffentlich.

Zuletzt äußerte sich unter anderem Oliver Stone zu den Vorwürfen. Im Gegensatz zu vielen anderen wollte der Erfolgsregisseur sich jedoch nicht deutlich positionieren. "Ich werde keine Gerüchte kommentieren", sagte er einem Bericht des "Hollywood Reporter" zufolge. "Es ist nicht leicht, was er jetzt durchmacht", wird Stone in Bezug auf Weinstein zitiert. Er habe bereits über jeden im Filmbusiness Horrorgeschichten gehört und werde abwarten und sehen, was richtig sei. Den internationalen Medien empfahl er, kein vorzeitiges Urteil zu fällen, sondern abzuwarten, bis die Fälle vor Gericht kommen.

asc/dpa/AP

insgesamt 80 Beiträge
mat_1972 13.10.2017
1.
Was mich an dieser Stelle (wie so oft) wundert: Wann genau wurde eigenlich Twitter Anlaufstelle für Anzeigen, Anträge oder Zeugenaussagen? Wer seine "ich wurde vergewaltigt"-Aussagen als erstes dem Vorgesetzten des [...]
Was mich an dieser Stelle (wie so oft) wundert: Wann genau wurde eigenlich Twitter Anlaufstelle für Anzeigen, Anträge oder Zeugenaussagen? Wer seine "ich wurde vergewaltigt"-Aussagen als erstes dem Vorgesetzten des Vergewaltigers meldet und dann bei Facebook und Twitter einträgt, tut nicht unbedingt etwas zu seiner Glaubwürdigkeit bei! Wobei ich NICHT unterstellen möchte, dass dies NICHT stattgefunden hat!!!
tarelsun 13.10.2017
2. unschuldig bis schuldig
War es denn nicht so das man so lange als unschuldig gilt bis die Schuld zweifelsfrei festgestellt werden konnte? Twitter und Medien sind keine Gerichte! Berichtet bitte neutral oder Garnicht.
War es denn nicht so das man so lange als unschuldig gilt bis die Schuld zweifelsfrei festgestellt werden konnte? Twitter und Medien sind keine Gerichte! Berichtet bitte neutral oder Garnicht.
noethlich 13.10.2017
3. I was the proof
Ist keine ausreichende Begründung. Diese auf Twitter getätigte Aussage kann richtig oder falsch sein und es obliegt einem Gericht, etwaige Anschuldigungen zu bestätigen. Auch im Fall Weinstein sollte, zumindest in renommierten [...]
Ist keine ausreichende Begründung. Diese auf Twitter getätigte Aussage kann richtig oder falsch sein und es obliegt einem Gericht, etwaige Anschuldigungen zu bestätigen. Auch im Fall Weinstein sollte, zumindest in renommierten Medien, mit Vorsicht berichtet werden. Eine Schauspielerin zur "Massage" zu bitten, wobei diese jedoch die Möglichkeit hat, "nein" zu sagen, und dann nicht körperlich gezwungen wird, ist zwar ob der Machtposition des Bittstellers verwerflich, jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Vergewaltigung. Ich werde abwarten, ob es zu Verurteilungen kommt, ehe ich mir eine endgültige Meinung bilde.
tomkey 13.10.2017
4. Nichts verstanden
Sie liegen völlig falsch und haben nichts verstanden. Selbst wenn es so wäre, dass Ihre selbsgerechten oder selbsterlebten Erfahrungen in der Filmbranche mit weiblichen Darstellerinnen der Wahrheit entsprechen, dann bleibt ein [...]
Sie liegen völlig falsch und haben nichts verstanden. Selbst wenn es so wäre, dass Ihre selbsgerechten oder selbsterlebten Erfahrungen in der Filmbranche mit weiblichen Darstellerinnen der Wahrheit entsprechen, dann bleibt ein Nein ein Nein. Und der Machtmißbrauch eine Frau nur deswegen eine Rolle zu geben nur weil sie Gefälligkeiten erfüllt bleibt in jedem Fall. Verstehen Sie das nicht?
Akonda 13.10.2017
5.
robertreagan heute, 09:33 Uhr 4. Viele Aussagen unglaubwürdig Gerade in der Filmbranche ist es doch bekannt, dass man als Frau nur über Gefälligkeiten Karriere machen konnte. Eine stille Übereinkunft an der Grenze zur [...]
robertreagan heute, 09:33 Uhr 4. Viele Aussagen unglaubwürdig Gerade in der Filmbranche ist es doch bekannt, dass man als Frau nur über Gefälligkeiten Karriere machen konnte. Eine stille Übereinkunft an der Grenze zur Prostitution. Plötzlich erinnern sich alle daran, sie seien vergewaltigt worden. Das ist einfach unglaubwürdig. -- Schämen Sie sich!
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