29.02.2012
Umweltkatastrophe
"Rena"-Kapitän bekennt sich vor Gericht schuldig
Wellington - Vor Gericht hat der philippinische Kapitän des einst unter liberianischer Flagge fahrenden Frachters "Rena" zugegeben, durch sein Verhalten die Umwelt in unnötiger Weise gefährdet und das Meer verunreinigt zu haben. Vor dem Bezirksgericht in neuseeländischen Tauranga gestand er außerdem, nach der Havarie das Logbuch des Schiffes manipuliert zu haben.
Der Kapitän bekannte sich schuldig in allen sechs Anklagepunkten. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Haft. Ein mitangeklagter Offizier bekannte sich schuldig in vier von fünf Anklagepunkten. Das Urteil wird am 25. Mai erwartet.
Die "Rena" war am 5. Oktober 2011 an der Ostküste der neuseeländischen Nordinsel auf ein Riff gelaufen und schwer beschädigt worden. Geschätzte 400 Tonnen Öl liefen aus und verschmutzten Meer und Strände. Tausende von Vögeln starben. Es war die schlimmste Umweltkatastrophe in der Geschichte des Landes.
Spezialisten pumpten Hunderte Tonnen Öl ab, aber in den Tanks verblieben Reste. Anfang Januar zerbrach das Wrack während eines Sturms in zwei Teile, kurz darauf sank das abgedriftete Heck. Die Regierung Neuseelands schätzt die durch die Katastrophe verursachten Kosten auf 130 Millionen Neuseeland-Dollar, rund 80 Millionen Euro.
ala/AP

