25.03.2012
Berlin-Pankow
Baby nach schweren Misshandlungen gestorben
Berlin - Vor wenigen Tagen war das fünf Monate alte Mädchen aus Pankow schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden - jetzt es tot. Das Kind starb am Sonntagvormittag in einer Klinik, wie ein Polizeisprecher mitteilte. Der 42-jährige Vater des Kindes steht unter dem Verdacht, das Baby misshandelt zu haben. Er hatte am Donnerstag Haftbefehl erhalten und befindet sich jetzt in Untersuchungshaft. Dem Jugendamt Pankow war nach dessen Aussage nichts von Problemen in der Familie bekannt.
Die 26-jährige Mutter und der Vater des Kindes hatten das Baby in die Rettungsstelle einer Klinik gebracht. Die Ärzte stellten bei dem Baby eine Schwellung der linken Gesichtshälfte und Blutungen unter der Haut fest. Zudem wurde eine massive Hirnschwellung diagnostiziert. Wie dem Kind die Verletzungen beigebracht wurden, sagte der Polizeisprecher unter Verweis auf andauernde Ermittlungen nicht.
Berliner Zeitungsberichten zufolge ist der Vater bereits wegen mehrerer Vergehen vorbestraft, darunter Drogendelikte und Verkehrsstraftaten. Der Tagesspiegel berichtet, nach der Geburt des Mädchens habe der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst zwei Mal versucht, den zusammen lebenden Eltern einen Besuch abzustatten, um sie über den medizinischen Service und weitere Hilfsangebote des Bezirks zu informieren. Man habe aber umsonst geklingelt. Laut "Berliner Morgenpost" soll der Vater des Mädchens noch im Januar per Internetanzeige für seine Tochter nach einem Kindermädchen gesucht haben, das das berufstätige Paar entlasten sollte.
hei/dapd