24.07.2012
Übergriff auf Schultoilette
Angeklagter gesteht Missbrauch von Achtjähriger
Der Angeklagte im Berliner Gericht: Geständnis zum Prozessauftakt
Berlin - Der Prozess beginnt mit einem Geständnis: Ein 30-Jähriger hat vor dem Landgericht Berlin zugegeben, vor knapp fünf Monaten ein achtjähriges Mädchen auf einer Schultoilette sexuell missbraucht zu haben. "Für meine Tat schäme ich mich sehr", hieß es in einer von der Verteidigung verlesenen Erklärung des Angeklagten. "Ich verstehe immer noch nicht, was ich getan habe."
Laut Anklage hat der Verdächtige das Mädchen am 1. März hinter verriegelter Tür mit einem Messer bedroht und sich an ihr vergangen. Fluchtversuche des Kindes soll er mit Gewalt verhindert haben. Vor Gericht gab der Mann an, dass er am Abend vor der Tat Kokain und viel Alkohol zu sich genommen habe. Er sei niedergeschlagen und depressiv gewesen.
Nach dem Übergriff konnte der 30-Jährige zunächst flüchten. Ein Spezialeinsatzkommando fasste ihn knapp vier Wochen später in seiner Wohnung in der Nähe der Schule im Berliner Stadtteil Wedding. Die Beamten überführten ihn mit einem DNA-Abgleich. Vor Gericht muss er sich nun wegen Vergewaltigung, sexuellen Missbrauchs und Körperverletzung verantworten.
Das Gericht hatte bei umfassender Aussage eine Haftstrafe von bis zu sieben Jahren in Aussicht gestellt. Der Prozess wird am Freitag fortgesetzt.
aar/dpa/dapd