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31.07.2012
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München

Sechs Verletzte nach Massenprügelei in Moschee

Etwa 50 Menschen sind in einer Münchner Moschee aufeinander losgegangen, mehrere von ihnen wurden durch Messerstiche verletzt. Einer Person wurde das Ohr fast vollständig abgebissen. Hintergrund ist offenbar ein Streit um das Privatleben des Imams.

München - Bei einer Massenschlägerei in einer Münchner Moschee sind laut Polizei sechs Menschen verletzt worden. Etwa 50 Besucher des Gotteshauses im Stadtteil Berg am Laim sind mit Holzlatten und Messern aufeinander losgegangen. Fünf Menschen wurden demnach durch Messerstiche verletzt, einer Person wurde das Ohr fast vollständig abgebissen.

Eine Hundertschaft Polizisten rückte an, um die Lage zu beruhigen. Ein mutmaßlicher Messerstecher wurde festgenommen. Gegen mehrere weitere Menschen wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Als Grund für die Prügelei gab die Polizei interne Querelen in einem muslimischen Verein an. Eines der Mitglieder sagte, Auslöser sei ein Streit über den ehemaligen Imam gewesen. Die Streitigkeiten toben demnach bereits seit September vergangenen Jahres, sie hätten die Gemeinde in zwei Lager gespalten.

Den Angaben zufolge sind einige Muslime wütend darüber, dass der Vorprediger - ein verheirateter Familienvater - eine Beziehung zu einer anderen Frau gehabt habe. Andere wiederum hielten dies für eine reine Privatangelegenheit. Ein Vereinsmitglied sagte, der Streit zwischen den Gruppen sei urplötzlich nach einem Gebet eskaliert.

aar/dapd

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