08.08.2012
Sea-Shepherd-Gründer
Interpol schreibt Paul Watson zur Fahndung aus
Watson-Meldung auf Interpol-Website: Fahndung auf Antrag von Costa Rica
Lyon - Der Tierschützer Paul Watson ist auf der Flucht - nun beteiligt sich die internationale Polizeibehörde Interpol an der Fahndung nach dem Gründer der Tierschutzorganisation Sea Shepherd. Auf Antrag von Costa Rica forderte Interpol die Mitgliedstaaten auf, Watson festzunehmen, um ihn ausliefern zu können, wie die Behörde auf ihrer Website erklärte. Zuvor hatten die deutschen Behörden bestätigt, dass Watson seinen Auflagen in Deutschland nicht nachgekommen und außer Landes geflohen sei. Watsons Flucht war Ende Juli bekannt geworden.
Der 61-jährige Chef von Sea Shepherd war im Mai bei der Einreise nach Deutschland aufgrund eines internationalen Haftbefehls am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Er wurde später zwar gegen eine Kaution auf freien Fuß gesetzt, durfte Deutschland aber bis zum Abschluss eines von Costa Rica angestrebten Auslieferungsverfahrens nicht verlassen. Auch aus Japan lag ein Auslieferungsantrag vor.
Einsätze gegen Japans Walfangflotte sind ein Schwerpunkt der Aktivitäten von Sea Shepherd. Costa Rica wirft Watson Behinderung der Schifffahrt vor. Dabei geht es um eine Aktion aus dem Jahr 2002, als Watsons Organisation vor der Küste Guatemalas einen Film über die Jagd auf Haie drehte.
ulz/AFP