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08.11.2012
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Anschlag auf US-Politikerin

Giffords-Attentäter zu lebenslanger Haft verurteilt

AP

Der Attentäter von Tucson wird den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen. Jared Lee Loughner tötete bei einem Anschlag sechs Menschen und verletzte 13 weitere, darunter die Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords. Der Mann wurde nun zu siebenmal lebenslänglich plus 140 Jahren Haft verurteilt.

Washington/Tucson - Knapp zwei Jahre nach dem Attentat auf die damalige US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords ist der Täter zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Ein Gericht in Tucson im US-Bundesstaat Arizona hat den 24 Jahre alten Jared Lee Loughner schuldig gesprochen und verhängte insgesamt sieben mal lebenslänglich ohne Bewährung plus 140 Jahren Haft.

Loughner hatte die Tat im August gestanden, um einem möglichen Todesurteil zu entgehen. Er hat demnach im Januar 2011 vor einem Supermarkt sechs Menschen erschossen und 13 weitere verletzt. Die damalige US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords, der Loughner aus nächster Nähe in den Kopf schoss, überlebte schwer verletzt. Sie musste aufgrund der langen Genesungsphase ihr Mandat für den US-Kongress aufgeben.

Bei der Urteilsverkündung sprach Giffords Ehemann für sie, der frühere Astronaut Mark Kelly. Loughner habe das Leben seiner Frau für immer verändert, sagte Kelly. Bis heute ist ihr rechter Arm gelähmt, sie ist teilweise erblindet. Doch ihr Geist sei unbeschadet geblieben: "Haben Sie versucht, für uns eine Welt genauso dunkel und böse wie die Ihre zu schaffen?", sagte Kelly in seiner Ansprache an Loughner gewandt, "erinnern Sie sich immer daran: Sie sind gescheitert".

Kelly nutzte die Gelegenheit auch, um für schärfere Waffengesetze zu plädieren. Loughner war vom Gericht als manisch-depressiv eingestuft worden, er leidet unter Schizophrenie und wurde mehrfach wegen psychischer Krankheiten behandelt. Dennoch war er ohne Schwierigkeiten in den Besitz einer Schusswaffe gelangt.

Nun erklärte Richter Larry Burns, der Verurteilte werde "nie mehr die Möglichkeit haben, eine Waffe anzufassen". Der Richter betonte die Schuldfähigkeit des Attentäters: "Die Beweise zeigen klar, dass Sie trotz Ihrer Geisteskrankheit wussten, was Sie taten", sagte er. Sieben Mal lebenslänglich, das stehe für jedes einzelne Todesopfer sowie den versuchten Mord an Giffords. Loughner dürfe "nie mehr aus dem Gefängnis kommen", sagt Burns.

Giffords hatte schon zuvor erklärt, sie sei im Falle eines Schuldeingeständnisses mit einem Vergleich einverstanden. Das Leid der Angehörigen der sechs Todesopfer sei unermesslich, sagte sie. Aber die Vermeidung eines aufwendigen Prozesses werde es allen leichter machen, wieder nach vorne zu blicken.

usp/dpa/AFP/dapd

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