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14.12.2012
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Minutenprotokoll

Direktorin ließ den Täter in die Schule

Massaker in einer Grundschule in Connecticut: Der 20-jährige Adam Lanza tötete 20 Schüler und sechs Lehrkräfte. Zuvor brachte er auch seine Mutter um. Einzelheiten zum grauenhaften Verbrechen im Städtchen Newtown im Minutenprotokoll.

+++Schule hätte Bluttat nicht verhindern können+++

[8.05 Uhr] Sicherheitsspezialist Bill Bond zieht einen Vergleich zum Massaker im Juli in Aurora im US-Bundesstaat Colorado, wo ein Mann während der Premiere des neues "Batman"-Films das Feuer eröffnete. Die Sandy-Hook-Grundschule hätte den Angriff nicht verhindern können. Auch eine Wache vor der Tür wäre wahrscheinlich nicht in der Lage gewesen, den Täter aufzuhalten. Bond war Direktor der Heath-Highschool in Kentucky, an der 1997 ein Schüler drei Menschen tötete.

+++Mann droht in einer Moschee ein Blutbad an+++

[7:46 Uhr] Im US-Bundesstaat Kalifornien fahndet die Polizei nach einem Mann, der mit einem Blutbad in einer Moschee bei San Francisco gedroht hat. Der Verdächtige hatte am Mittwochnachmittag das Ibrahim Khalilullah Islamic Center in Fremont betreten und gedroht, jeden Anwesenden dort zu töten, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. Augenzeugen beschrieben den Mann als weißen Mittdreißiger, der nach eigenen Angaben eine Schusswaffe besaß. Er habe die Waffe jedoch nicht hervorgeholt, sagte die Polizeisprecherin.

+++ "Es ist eine sehr harte Nacht" +++

[06.45 Uhr] CNN hat mit Aimee Seaver, deren Tochter die erste Klasse an der Schule besucht, gesprochen. Seaver sagte, das Mädchen habe Schwierigkeiten, die Ereignisse zu begreifen. "Es ist eine sehr harte Nacht", sagte Seaver. Wenn eine Erstklässlerin frage, ob es den Leuten aus ihrer Klasse vom vergangenen Jahr gutgehe, und man antworten müsse, man wisse es nicht, sei das eine schlimme Nacht für eine Siebenjährige.

+++ Verletzte Frau in stabilem Zustand +++

[06.20 Uhr] Eine Angestellte der Sandy-Hook-Grundschule wurde bei dem Massaker verletzt. Der Frau gehe es den Umständen entsprechend gut, sagte ein Polizeisprecher.

+++ Premiere des neuen Tom-Cruise-Films verschoben +++

[05.45 Uhr] In Pittsburgh sollte am Samstag die US-Premiere von Tom Cruises neuem Kinofilm "Jack Reacher" stattfinden. Jetzt hat das Filmstudio Paramount Pictures den Termin abgesagt, aus "Respekt vor den Opfern" von Newtown, wie es in einer Stellungnahme hieß. In dem Film spielt Cruise einen Ex-Armee-Ermittler, der den Mord von fünf Menschen aufklären muss, die auf offener Straße erschossen wurden.


Massaker an Grundschule: Die Rekonstruktion der Tat finden Sie hier.

"Schockiert und tieftraurig": Reaktionen auf die Tat

Trauer und Gedenken: Fotos aus Sandy Hook


+++ Direktorin Hochsprung öffnete dem Täter die Schultür +++

[05.03 Uhr] Wie die "New York Times" berichtet, hat die Direktorin der Sandy-Hook-Grundschule den Täter selbst in das Gebäude gelassen. Offenbar erkannte Dawn Hochsprung den Schützen Adam Lanza auf dem Bild der Überwachungskamera am Eingang der Schule als Sohn einer Kollegin. Sie habe ihm daraufhin die Tür geöffnet, die normalerweise zum Schulbeginn verriegelt werde, heißt es in dem Bericht. Als Lanza zu schießen begann, sei Hochsprung herbeigeeilt. Laut "New York Times" ist die Direktorin eines der Opfer.

+++ Polizei findet weitere Waffen +++

[04.35 Uhr] Der Todesschütze von Newtown soll doch mehr als zwei Schusswaffen mit ins Schulgebäude genommen haben. Das bestätigte ein Polizist der Nachrichtenagentur AP. Weitere Angaben machte er allerdings nicht. Die am Tatort gefundenen Waffen würden derzeit von Staats- und Bundespolizei untersucht.

+++ Debatte über US-Waffengesetze bei CNN: Piers Morgan brüllt Gäste an+++

[03.45 Uhr] Auch CNN-Moderator Piers Morgan hat in seiner Sendung die Schießerei an der Grundschule in Newtown zum Thema. Der Brite diskutiert unter anderem mit zwei Vertretern der US-Waffenlobby. Als einer der beiden argumentiert, es sei belegt, dass mehr Waffen größere Sicherheit bedeuteten, rastet Morgan aus. Er brüllt seine Gäste an: "Ich habe es satt, ständig zu hören, die beste Antwort auf solche Massaker seien mehr Waffen. Das ist doch nicht zu fassen! Da sind Kinder gestorben, und Sie argumentieren immer noch so?"

+++ Ban Ki Moon: "Hasserfüllte Tat" +++

[03.22 Uhr] Uno-Generalsekretär Ban Ki Moon hat das Massaker in Newtown verurteilt. "Kinder als Ziel auszuwählen, ist eine hasserfüllte und unfassbare" Tat, erklärte Ban. In seinem Schreiben an den Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy, äußerte Ban "tiefes Beileid angesichts der skandalösen Morde". Auch EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso äußerte sich tief erschüttert. "Junge Leben voller Hoffnung wurden zerstört", erklärte Barroso. Auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton gab ihrer "Erschütterung" Ausdruck. Frankreichs Staatspräsident François Hollande erklärte seine "tiefe Erschütterung und Bestürzung". Die australische Premierministerin Julia Gillard erklärte, "unsere Herzen sind gebrochen". "Wir teilen Amerikas Erschütterung über diesen sinnlosen und unbegreiflichen Akt des Bösen."

+++ "Ein Bild des Grauens" +++

[02.24 Uhr] Die Polizei in Newtown wird frühestens im Lauf des Samstags endgültig alle Opfer identifizieren können. Es handele sich um "eine gewaltige Untersuchung", sagte Paul Vance von der Staatspolizei. Derzeit gebe es nur eine vorläufige Liste mit den Namen der 20 Kinder und sechs Erwachsenen, die in der Schule getötet worden seien. Die Familien seien entsprechend informiert worden. Den Beamten biete sich in der Grundschule ein "Bild des Grauens", sagte Vance. "So etwas haben wir niemals zuvor gesehen."

+++ Menschen in Newtown trauern um die Opfer des Attentats +++

[01.45 Uhr] In Newtown haben sich am Abend viele Menschen zu Gottesdiensten und Mahnwachen versammelt. In mehreren Kirchen nahmen sich Geistliche der Einwohner an. Angehörige der Opfer wurden in der Feuerwache des Ortes von Helfern betreut. Gouverneur Dan Malloy sagte, die Geschehnisse würden die Gemeinschaft und jede Familie schwer treffen. Er bitte alle Menschen in den USA und überall auf der Welt, die Opfer in ihre Gebete einzubinden.

REUTERS

In der Kirche Saint Rose of Lima, Newtown

+++ Strenges Sicherheitsprotokoll an der Grundschule +++

[01.15 Uhr] Die Sandy-Hook-Grundschule hat zu Beginn des Schuljahrs strenge Sicherheitsvorkehrungen eingeführt, berichtet die "New York Times". Demnach werden die Eingangstüren verschlossen, sobald gegen 9.30 Uhr die letzten Schüler das Gebäude betreten haben. Am Eingang sei eine Videokamera angebracht worden; jeder Besucher müsse klingeln und sich sogar ausweisen, wenn ihn das Schulpersonal nicht erkenne, heißt es in einem Schreiben der Schule.

Ob die Türen noch nicht verschlossen waren, als der Täter in die Schule eindrang, blieb zunächst unklar. Die ersten Notrufe gingen um kurz nach 9.30 Uhr bei der Polizei ein. Womöglich sei er auch hineingelassen worden, weil seine Mutter an der Schule arbeitete, berichtet die "New York Times". Laut Medienberichten ist die Mutter unter den Toten.

+++ AP: Bruder des Attentäters befragt +++

[00.49 Uhr] Die Polizei hat den Bruder des Schützen von Newtown befragt, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Es gebe aber keine Hinweise darauf, dass der Bruder etwas mit der Tat zu tun habe. Er sei sehr kooperativ gewesen und nicht in Gewahrsam, heißt es in der Mitteilung, die sich auf einen mit den Ermittlungen vertrauten Beamten beruft. Demnach lebt der Bruder in Hoboken, New Jersey, und hatte seit Jahren keinen Kontakt mehr zum Täter.

+++ Opfer werden identifiziert +++

[00.15 Uhr] In Newtown hat die Polizei mit der Identifizierung der Opfer begonnen. Auf dem Schulgelände sei eine provisorische Leichenhalle eingerichtet worden, teilte die Behörde mit. Der Vorgang dauere noch an. Man werde alles dafür tun, um so schnell wie möglich zu sicheren Erkenntnissen zu gelangen. Für Eltern, die bislang noch nichts von ihren Kindern gehört hätten, gebe es jedoch nur noch wenig Hoffnung.

+++ Demonstranten in Washington fordern strengere Waffengesetze +++

[23.55 Uhr] Vor dem Weißen Haus in Washington haben sich Hunderte Menschen zu einer Nachtwache versammelt. Einige hielten Kerzen, andere trugen Transparente und Plakate. Laut "Guardian" wurde die Kundgebung von Lobbygruppen organisiert, die strengere Waffengesetze fordern.

AP

Protest vor dem Weißen Haus in Washington

+++ Empörung über lasche Waffengesetze +++

[23.35 Uhr] Erst im Juli war in den USA über eine Verschärfung der Waffengesetze debattiert worden - nach einem Amoklauf während der Mitternachtspremiere des Batman-Films "The Dark Knight Rises". Angehörige der Opfer von Aurora haben nun mit Wut und Trauer auf das Massaker in Newtown reagiert. Tom Teves, der bei der Schießerei seinen 20 Jahre alten Sohn verloren hat, kritisierte die laschen Regelungen: Es gebe keinen Grund dafür, dass jeder Mensch ungehindert Zugang zu Schusswaffen habe.

+++ AP: Freundin des mutmaßlichen Täters vermisst +++

[23.05 Uhr] Die Polizei sucht offenbar nach der Freundin des mutmaßlichen Schützen von Newtown sowie nach einem weiteren von dessen Bekannten in New Jersey. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP unter Berufung auf ein Mitglied der Polizeibehörden, das sich nur anonym äußern wollte. Demnach soll der Mann im Auto seiner Mutter zur Schule gefahren sein. Laut Angaben eines weiteren Beamten vernimmt die Polizei derzeit den älteren Bruder des mutmaßlichen Täters.

+++ Polizei stellt am Tatort mehrere Waffen sicher +++

[22.53 Uhr] Der mutmaßliche Schütze von Newtown soll mehrere Waffen bei sich gehabt haben. Laut der Nachrichtenagentur AP war er mit zwei Pistolen bewaffnet, einer Glock 9mm und einer Sig Sauer. In seinem Auto habe die Polizei zudem ein Gewehr vom Typ Bushmaster .223 gefunden. Der Nachrichtensender WABC berichtet, der Täter habe eine kugelsichere Weste getragen.

+++ Mutmaßlicher Täter drang in zwei Schulräume ein +++

[22.20 Uhr] Laut Polizeiangaben fand die Schießerei in zwei Räumen der Schule statt. Der Nachrichtensender CNN meldet, dass der mutmaßliche Täter zuerst in die Klasse eindrang, in der sich auch seine Mutter aufgehalten haben soll.

Google - DigitalGlobe, GeoEye, USDA Farm Service Agency

Luftaufnahme der Sandy-Hook-Grundschule in Connecticut

+++ 20 Kinder bei Massaker getötet +++

[22.00 Uhr] Ein Sprecher der Polizei hat offiziell die Zahl von 27 Toten nach der Schießerei an der Schule bestätigt: 18 Kinder und sechs Erwachsene seien am Tatort in Newtown gefunden worden, außerdem der Schütze selbst. Zwei Kinder seien im Krankenhaus ihren Schusswunden erlegen, so Polizeisprecher Paul Vance. Außerdem gebe es einen zweiten Tatort in Newtown, an dem eine weitere Leiche gefunden worden sei.

+++ USA trauern um Tote von Newtown +++

[21.42 Uhr] Nach der Schießerei an einer Schule in Connecticut werden die Flaggen an allen öffentlichen Gebäuden der USA zu Ehren der Opfer auf Halbmast gesenkt. Das hat Präsident Barack Obama angeordnet. Bei dem Amoklauf an der Schule wurden 20 Kinder und sieben Erwachsene getötet, darunter der Schütze.

+++ Gouverneur von Connecticut äußert sich +++

[21.41 Uhr] Auch der Gouverneur von Connecticut, Dan Malloy, tritt jetzt vor die Presse. "Was hier geschehen ist, wird Connecticut für immer prägen", sagt Dannel Patrick Malloy. Er dankt den Einsatzkräften vor Ort.

+++ "Unsere Herzen sind gebrochen" +++

[21.24 Uhr] US-Präsident Barack Obama wendet sich an die Nation. "Unsere Herzen sind gebrochen", sagt er. Die Lehrer seien Helden gewesen, so der sichtlich bewegte Präsident. "Es gibt heute keine Eltern in Amerika, die nicht überwältigenden Schmerz verspüren." Er kündigt zugleich politische Maßnahmen an, damit es in Zukunft nie wieder zu Tragödien wie der von Newtown komme. "Wir habe in diesem Land zu viele dieser Schießereien gesehen", die USA müssten nun handeln.

AFP

Sichtlich bewegt: US-Präsident Obama

+++ Mutmaßlicher Schütze tötete womöglich seine Eltern +++

[21.20 Uhr] Laut US-Medienberichten sind sowohl die Mutter als auch der Vater des mutmaßlichen Täters unter den Opfern. Dieser soll demnach zuerst seinen Vater getötet haben und fuhr dann zur Schule im Nordosten Newtowns, an der auch seine Mutter beschäftigt war.

+++ Festgenommener Mann soll Bruder des mutmaßlichen Täters sein +++

[21.11 Uhr] Die Nachrichtenagentur AP meldet, dass es sich bei dem Verdächtigen, der zur Stunde von der Polizei verhört wird, um den Bruder des mutmaßlichen Täters handeln soll.

+++ Statement von US-Präsident Obama erwartet +++

[21.09 Uhr] US-Präsident Barack Obama will am Abend im Weißen Haus zu Journalisten sprechen. Er war einige Stunden zuvor über die Tragödie informiert worden. Obamas Sprecher Jay Carney sagte, der Präsident habe Connecticuts Gouverneur Dannel Malloy kontaktiert, um ihm sein "Beileid" und seine "Beunruhigung" zu übermitteln. Obama sprach auch mit dem Chef der Bundespolizei FBI, Robert Mueller. Carney erklärte, das Weiße Haus werde alles tun, um die Sicherheitskräfte vor Ort zu unterstützen. Auf die Frage, ob strengere Waffengesetze für den US-Präsidenten nun eine höhere Priorität erhielten, sagte Carney, es gebe sicherlich einen Tag, um dieses Thema zu diskutieren. "Aber ich glaube nicht, dass heute dieser Tag ist", sagte er.

+++ Mutter des mutmaßlichen Täters unter den Opfern +++

[21.00 Uhr] Die "New York Times" berichtet, dass auch die Mutter des mutmaßlichen Täters unter den Opfern ist, sie soll als Kindergärtnerin in Newtown gearbeitet haben.

usp/dpa/dapd/Reuters/AP

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