Lade Daten...
04.01.2013
Schrift:
-
+

Aufklärung nach 43 Jahren

Soldat ermordete junge Frau in Flensburg

Mehr als vier Jahrzehnte nach dem Mord an einer 20-Jährigen hat die Polizei das Verbrechen aufgeklärt - mit Hilfe neuer DNA-Techniken. Der mutmaßliche Täter wird trotzdem nie für die Tat verurteilt werden, er ist bereits tot.

Flensburg - Ihr fehlten nur 40 Meter bis zu ihrem Elternhaus: Fast auf den Tag genau nach 43 Jahren ist der Mord an einer 20-Jährigen in Flensburg aufgeklärt. Anhand von DNA-Spuren konnte ein zur Tatzeit 20 Jahre alter Bundeswehrsoldat jetzt als mutmaßlicher Täter ermittelt werden. Das teilte die Polizei mit. Strafrechtlich zur Verantwortung kann der Mann allerdings nicht mehr gezogen werden. Er starb im Juli vergangenen Jahres eines natürlichen Todes.

Eisenbahnbedienstete hatten den leblosen Körper der Frau am 7. Januar 1970 in einem Waldstück abseits des damaligen Güterbahnhofgeländes gefunden. Das Opfer wies massive Verletzungen auf. Die Polizei geht davon aus, dass der Mann die Gleichaltrige gegen 22.30 Uhr überfiel. Nach der Tat bedeckte er den Leichnam mit Kartons, die er am Tatort gefunden hatte. Anschließend raubte er die Handtasche seines Opfers.

Der mutmaßliche Täter war bereits wenige Tage nach dem Mord ins Visier der Ermittler geraten. Die Tat konnte ihm allerdings 1970 nicht nachgewiesen werden. Mit Hilfe neuer DNA-Untersuchungsmethoden konnte der Fall im vergangenen Jahr noch einmal neu aufgerollt werden.

Etwa 70 Männer waren in den Fokus der Ermittler gerückt, es wurden Speichelproben genommen. Als Experten des Landeskriminalamtes bei einer Probe außergewöhnliche Übereinstimmungen mit den am Opfer sichergestellten DNA-Spuren entdeckten, war der Mann aber bereits gestorben.

wit/dpa

Artikel

News verfolgen

Lassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Panorama
Twitter RSS
alles zum Thema DNA-Tests
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2014 Alle Rechte vorbehalten