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30.01.2013
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15 Festnahmen

Großfamilie soll mehr als 70 Unfälle vorgetäuscht haben

Weil sie über Jahre hinweg Verkehrsunfälle provoziert oder vorgetäuscht haben sollen, sind 15 Männer zwischenzeitlich festgenommen worden. Die meisten der Verdächtigen gehören zu einer Großfamilie. Ihnen wird vorgeworfen, bei mehr als 70 Unfällen die Versicherungen betrogen zu haben.

Offenbach - Der Versicherungsschaden soll mindestens 150.000 Euro betragen: Ermittler haben im Raum Offenbach mehr als 70 betrügerische Verkehrsunfälle aufgedeckt. Sie nahmen 15 Männer bei der Durchsuchung ebenso vieler Wohnungen in Offenbach, dem Kreis und in Frankfurt fest. Bei der Aktion wurden außerdem umfangreiche Beweismittel beschlagnahmt, darunter ein Auto und 13.000 Euro, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten.

Die Beschuldigten sind zwischen 22 und 77 Jahre alt und gehören vorwiegend zu einer Familie. Drahtzieher der Bande soll ein 30 Jahre alter Offenbacher sein, der inzwischen in Untersuchungshaft sitzt. Die anderen Männer sind wieder auf freiem Fuß.

Die Verdächtigen sollen seit Ende 2007 den Ablauf von mindestens 70 Unfällen beeinflusst und so die Versicherungen betrogen haben. Die Männer sollen in unterschiedlichen Rollen als Unfallverursacher, -geschädigter und Zeuge aufgetreten sein und die Schadensfälle entweder provoziert, manipuliert oder vorgetäuscht haben. Gut ein Drittel der Schadenssumme - also mehr als 50.000 Euro - werden dem mutmaßlichen Kopf der Bande zugerechnet. Den Beschuldigten drohen lange Haftstrafen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass möglicherweise noch mehr Unfälle aufgedeckt werden. Sie waren den Verdächtigen auf die Spur gekommen, weil ihre Namen auffällig oft im Zusammenhang mit den Unfallmeldungen auftauchten.

wit/dpa

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