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03.02.2013
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Autor von "American Sniper"

Berühmter Navy-Seal-Scharfschütze erschossen

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AP/ The Fort Worth Star-Telegram

Der Tod kam auf dem Schießplatz: Chris Kyle, ehemaliger Scharfschütze der Navy Seals und Buchautor, ist in Texas erschossen worden. Der Tatverdächtige soll ein Veteran mit psychischen Problemen sein. Kyle galt vielen als bester Schütze der US-Armee.

Glen Rose - Der genaue Tathergang und das Motiv des Täters sind noch nicht geklärt. Sicher ist nur, dass der 38-jährige Chris Kyle, ein ehemaliger Scharfschütze der Navy Seals, sowie sein Begleiter Chad Littlefield am Samstag Nachmittag auf dem Schießplatz Rough Creek Lodge in Texas erschossen wurde. Das berichten mehrere amerikanische Zeitungen.

Chris Kyle genoss unter amerikanischen Schützen Kultstatus. In seinem Buch "American Sniper" schilderte er seine Erlebnisse bei verschiedenen Militäreinsatzen im Irak. Wie viele Menschen er dabei erschossen hat, ist US-Medien zufolge unklar. Das Pentagon schreibt ihm insgesamt 150 bestätigte Todesschüsse zu. Wohl auch aufgrund des Untertitels seines Buchs ("The Autobiography oft the Most Lethal Sniper in U.S. Military History") stand er in dem Ruf, der beste Schütze des US-Militärs zu sein.

Zeugen gaben an, gesehen zu haben, wie ein Unbekannter die beiden Männer gegen 15.30 Uhr am Samstagnachmittag beschossen hat. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AP fuhr der angebliche Todesschütze danach mit Kyles schwarzem Pick-Up-Truck zu seiner Schwester und gestand ihr und ihrem Ehemann seine Tat. Das Paar soll daraufhin die Polizei gerufen haben. Der mutmaßliche Schütze fuhr weiter zu seinem eigenen Haus in Lancaster nahe der Großstadt Dallas.

Verdächtiger soll psychisch kranker Veteran sein

Dort nahmen Polizeikräfte, unterstützt von einer Spezialeinheit, den Verdächtigen gut fünf Stunden nach dem Mord fest. Der 25-Jährige versuchte noch mit einem Auto zu fliehen, konnte aber mit Hilfe einer Nagelkette gestoppt werden. Laut Informationen der "New York Times" hat der Verdächtige im Irak gekämpft und leidet seitdem unter einer posttraumatischen Belastungsstörung.

Kyle könnte seinen angeblichen Mörder sogar selbst auf die Schießanlage mitgebracht haben. Der Irak-Veteran setzte sich seit seiner Entlassung aus der Armee für psychisch geschädigte Veteranen ein und soll häufiger mit Veteranen Ausflüge auf den Schießstand unternommen haben - als eine Art Therapie. "Chris war genau der Typ, von dem ein Veteran, der Hilfe brauchte, Hilfe bekam", sagte ein Kollege über den getöteten Ex-Soldaten.

mak/AP

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