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04.02.2013
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Nach Säureangriff

Bolschoi-Ballettchef zur Behandlung nach Aachen

AP

Weiterbehandlung in Aachen: Sergej Filin nach seiner Entlassung aus einer Moskauer Klinik

Der bei einem Säureanschlag im Gesicht schwer verletzte Ballettchef des Bolschoi, Sergej Filin, kommt zur weiteren Behandlung nach Aachen. Der Täter ist derweil noch nicht gefasst, Filin sagt: "Ich bin mir absolut sicher, wer es war."

Moskau - Nach mehr als zwei Wochen hat der bei einem Säureanschlag schwer verletzte Ballettchef vom Bolschoi Theater das Krankenhaus in Moskau verlassen. Direkt im Anschluss wollte er zur weiteren Behandlung nach Aachen reisen. "Ich fühle mich sehr gut. Ich bin voller Kraft und absolut gesund", sagte Sergej Filin der Agentur Interfax.

Der Künstler schützte seine verätzten Augen, die nach dem Attentat mehrfach operiert worden waren, mit einer Sonnenbrille "Ich öffne nur manchmal die Augen, aber sehe Dinge nur verschwommen und vage", sagte Filin. In Aachen soll die Behandlung nun fortgesetzt werden.

Ein Mann hatte dem Ballettchef am 17. Januar Säure ins Gesicht geschüttet. Die Polizei vermutet den Täter im beruflichen Umfeld des 43 Jahre alten Künstlers. Seit März 2011 entscheidet Filin über begehrte und lukrative Rollenbesetzungen in dem weltweit bekannten Bolschoi Theater.

Nach eigener Aussage kennt Filin den Täter. In einem BBC-Interview sagte der Ballettchef am Sonntag: "Ich habe nicht nur einen Verdacht, wer das getan haben könnte, sondern ich bin mir absolut sicher, wer es war." Aber er werde erst darüber sprechen, sobald die Behörden bereit seien, es bekanntzugeben.

"Ich hoffe, dass nicht nur ich, sondern auch die Gesellschaft schon bald die Antwort auf alle Fragen kennen wird."

Seine Arbeit für das Bolschoi wird Filin auch in Deutschland nicht ganz ruhen lassen. Der Ex-Tänzer kündigte an, auch während seines Aufenthaltes in Aachen eng mit seiner Vertreterin und Ex-Frau Galina Stepanenko zusammenzuarbeiten. Er lasse sich über alle Vorgänge regelmäßig informieren, sagte Filin.

cvb/dpa

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