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10.02.2013
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Los Angeles

Polizei prüft Entlassung des Cop-Killers

AFP/ Irvine Police Deaprtment

Gesuchter Ex-Cop Dorner: Sein Truck wurde 80 Meilen nordöstlich von L.A. gefunden

Als Rache für seine Kündigung soll er drei Menschen getötet haben. Die Polizei von Los Angeles sucht mit massivem Aufgebot nach ihrem Ex-Kollegen Chris Dorner. Nun wird sein Disziplinarverfahren neu aufgerollt. Man nehme den Rassismusvorwurf ernst, sagt der Polizeichef.

Los Angeles - Die Polizei von Los Angeles (LAPD) hat die Suche nach dem Ex-Cop Christopher Jordan Dorner bis an die mexikanische Grenze ausgedehnt. Hunderte Polizisten fahnden nach dem ehemaligen Kollegen, der bereits drei Menschen getötet und weitere Morde angekündigt haben soll.

Polizeichef Charlie Beck kündigte nun an, das Disziplinarverfahren, das zu Dorners Entlassung führte, neu aufzurollen. Man nehme den Vorwurf des Rassismus ernst. "Ich tue dies nicht, um einen Mörder besänftigen", sagte Beck. "Ich tue dies, um der Öffentlichkeit zu zeigen, dass ihre Polizei fair und transparent agiert."

Dorners Arbeit als Cop endete 2008 in einem Skandal. Er hatte sich über eine Kollegin beschwert. Sie habe einen geisteskranken Verdächtigen misshandelt, warf Dorner ihr vor. Ein Disziplinarausschuss befand jedoch, dass er gelogen habe. Obwohl der Vater des mutmaßlichen Opfers seine Vorwürfe später bestätigte, wurde Dorner 2008 fristlos entlassen. Seine Einsprüche wurden immer wieder abgeschmettert.

Am vergangenen Sonntagabend soll er seinen Rachefeldzug begonnen haben. Die Opfer: Monica Quan, 28, eine Basketball-Trainerin an der California State University, und ihr Verlobter Keith Lawrence, 27, ein Sicherheitsbeamter. Quan ist die Tochter eines pensionierten LAPD-Captains, der Dorner vor dem Disziplinarausschuss vertrat. In einem kruden Manifest, in dem er der Polizei mit Krieg droht, soll er sich über die Rolle von Quan beschwert haben. In der Nacht zum Donnerstag soll Dorner dann in Riverside und Corona einen Polizisten getötet und zwei weitere verletzt haben.

Dorner beklagt zahlreiche Missstände beim LAPD: Rassismus, Diskriminierung, Brutalität und Korruption. "Dorner versucht, seine Morde mit diesen Vorwürfen zu rechtfertigen", sagte LAPD-Captain Phil Tingirides. Solche Taten seien aber mit nichts zu rechtfertigen.

Seit Tagen sucht die Polizei von L.A. nun bereits nach Dorner. Sein Truck wurde 80 Meilen nordöstlich von Downtown Los Angeles gefunden - ausgebrannt und mit einigen von Dorners Waffen. Laut Polizei war eine Achse des Wagens gebrochen. Dorner soll schwerbewaffnet sein, unter anderem mit einem Scharfschützengewehr und Boden-Luft-Raketen. Die Cops, die auf seiner Todesliste genannt sind, stehen unter Personenschutz.

cte/AP

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