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Panorama

Obduktion in Hessen

Hund tötete Baby Jannis mit Biss in die Fontanelle

Nach der Hundeattacke auf einen sieben Monate alten Säugling ist nun klar, wie Jannis starb. Tödlich war dem Obduktionsergebnis zufolge ein einziger Biss.

Donnerstag, 12.04.2018   10:43 Uhr

Der sieben Monate alte Jannis aus Hessen ist an einem einzigen Biss des Mischlingshundes "Kowu" gestorben. Das hat die Obduktion des Säuglings ergeben.

Das Tier habe die Fontanelle des Kindes aus Bad König im Odenwald getroffen, sagte Oberstaatsanwalt Robert Hartmann in Darmstadt. Durch den Biss in die bei Babys noch vorhandene Lücke auf dem Kopf zwischen den Schädelknochen sei eine Arterie verletzt worden. Das Kind sei in der Folge verblutet.

Der fünf Jahre alte Rüde hatte das Baby am Montagnachmittag in der Wohnung der Familie attackiert. Das Baby starb in einer Spezialklinik in Mannheim. Die 23 und 27 Jahre alten Eltern schweigen zu dem tödlichen Vorfall.

Die in der Wohnung sichergestellten Spuren müssen nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch ausgewertet werden. Die Behörde ermittelt wegen des Anfangsverdachts der fahrlässigen Tötung, hält aber auch einen tragischen Unfall für möglich.

Bevor mit den Tests zum Rassenmix und dem Wesen des Hundes begonnen werden könne, müsse dieser "mindestens noch eine Woche runterkommen", hatte Oberstaatsanwalt Hartmann zuvor gesagt. Mit Ergebnissen sei daher erst in einigen Wochen zu rechnen.

Im Video: Hundepsychologie - Kontrollverlust am anderen Ende der Leine

Foto: SPIEGEL TV

Nach einem ersten Eindruck der Polizei könnte der Hund ein Staffordshire-Mix sein. Zur Liste der gefährlichen Hunde gehört in Hessen auch der Staffordshire-Terrier. Als gefährlicher Hund registriert war er bei der Stadt nicht. Ob er schon einmal aufgefallen ist, steht noch nicht fest.

wit/dpa

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