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Detmold

Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu Freiheitsstrafe verurteilt

Ursula Haverbeck stand schon mehrmals vor Gericht, weil sie den Holocaust leugnet. Jetzt verurteilte das Landgericht Detmold sie zu 14 Monaten Haft. Die 89-Jährige will das Urteil nicht akzeptieren.

DPA

Ursula Haverbeck im Landgericht Detmold

Dienstag, 28.11.2017   16:24 Uhr

Das Landgericht Detmold hat die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck zu 14 Monaten Gefängnis verurteilt. Dem Urteil zufolge hat sie sich der Volksverhetzung schuldig gemacht.

Haverbeck hatte 2016 rund um den Prozess gegen den ehemaligen SS-Wachmann Reinhold Hanning in Briefen und Schriften den Völkermord an den europäischen Juden geleugnet. Mehrere Amtsgerichte hatten die 89-Jährige daraufhin zu Haftstrafen verurteilt. Dagegen war die Frau aus Vlotho bei Bielefeld in Berufung gegangen.

Das jetzige Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Anwälte von Haverbeck kündigten an, das Oberlandesgericht Hamm als letzte Instanz für eine Überprüfung einzuschalten.

Das Gericht war mit dem Urteil unter der Forderung der Anklage geblieben. Oberstaatsanwalt Ralf Vetter hatte nach der mündlichen Verhandlung am vergangenen Donnerstag eine Haftstrafe von 18 Monaten gefordert und Haverbeck als Rassistin bezeichnet. Die drei Verteidiger der 89-Jährigen plädierten auf Freispruch.

Gegen Haverbeck wurden in den vergangenen Jahren deutschlandweit ähnliche Prozesse geführt. Zuletzt verhängte das Amtsgericht Tiergarten in Berlin sechs Monate Haft wegen Volksverhetzung, das Landgericht im niedersächsischen Verden verurteilte sie im August 2017 - noch nicht rechtskräftig - zu zwei Jahren Haft.

bbr/dpa

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