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Panorama

DHL-Erpressung

Paketbombe in Potsdam war mit Batterien zündfähig

"Erhebliche Gefahr für Leib und Leben": Die Paketbombe von Potsdam war laut Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange zündfähig. Im Fall des DHL-Erpressers sind bislang mehr als hundert Hinweise eingegangen.

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Polizeieinsatz am Potsdamer Weihnachtsmarkt (Archiv)

Donnerstag, 07.12.2017   11:46 Uhr

Die in einer Potsdamer Apotheke entdeckte Paketbombe des DHL-Erpressers war offenbar mit Batterien zündfähig. "Es war eine Sprengvorrichtung, die bei einer Umsetzung erhebliche Gefahr für Leib und Leben bedeutet hätte", sagte Brandenburgs Innenstaatssekretärin Katrin Lange im Innenausschuss des Landtags.

An einer Metallbüchse mit Nägeln und einem Polenböller seien mehrere Batterien angeschlossen gewesen, sagte Lange. Daher werde wegen räuberischer Erpressung und Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion ermittelt. Das Paket war am vergangenen Freitag entschärft worden.

Nach Angaben des Innenministeriums sind bei der Sonderkommission "Quer" bislang 113 Hinweise eingegangen. Dadurch habe sich bislang keine heiße Spur ergeben, sagte Landespolizeidirektor Andreas Backhoff. "Darunter sind auch Meldungen zu verdächtigen Paketen, die sich bislang aber stets als harmlos herausgestellt haben."

"Es werden mögliche Zeugen befragt und Kontakte zu Hinweisgebern aufgenommen", sagte eine Polizeisprecherin. Bislang seien zudem etwa zwei Dutzend verdächtige Päckchen gemeldet worden. Der Paketdienstleister DHL wird um eine Millionensumme erpresst.

Angaben von Innenstaatssekretärin Lange zufolge war eine bereits am 6. November bei einem Onlinehändler in Frankfurt an der Oder entdeckte Paketbombe vom Händler sofort als verdächtig eingestuft worden. Daraufhin sei die Sendung von Spezialisten der Polizei untersucht worden. "Auch dabei handelte es sich um eine unbekannte Spreng- und Brandvorrichtung", sagte Lange. "Wir gehen davon aus, dass auch diese Sendung von dem Erpresser aufgegeben wurde."

wit/dpa

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