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Dortmund

Böller verursacht Panik in Einkaufszentrum

Ein lauter Knall hat bei den Besuchern eines Einkaufszentrums in Dortmund Panik ausgelöst. Einsatzkräfte mussten die Situation beruhigen. Mindestens sieben Menschen wurden leicht verletzt.

DPA

Polizeiauto vor der Thier-Galerie in Dortmund

Samstag, 15.12.2018   20:53 Uhr

In einem Dortmunder Einkaufszentrum haben Unbekannte Böller gezündet und die Besucher in Angst und Schrecken versetzt. Durch den lauten Knall im Untergeschoss der Thier-Galerie gerieten am Samstag gegen 17.30 Uhr zahlreiche Menschen in Panik und verließen fluchtartig das Gebäude in der Innenstadt.

Nach ersten Erkenntnissen wurden sieben Menschen durch die gezündeten Feuerwehrkörper leicht verletzt, wie die Polizei Dortmund am Samstagabend auf Twitter mitteilte.

Beamte und Rettungskräfte waren vor Ort, um die Situation zu beruhigen. Was genau passiert sei, müsse nun geklärt werden, sagte ein Polizeisprecher.

Bereits kurz nach dem Vorfall wurden vier Jungen im Alter von 14 und 15 Jahren in Gewahrsam genommen. Es werde nun geprüft, ob diese die Böller gezündet hätten, teilte die Polizei mit. Außerdem gab sie Entwarnung: Es bestehe keine Gefahr für Menschen in der Innenstadt und auf dem bekannten Dortmunder Weihnachtsmarkt.

Eine Mitarbeiterin des Einkaufszentrums sagte den"Ruhr Nachrichten", die Böller seien von einer Gruppe von zehn oder mehr Jugendlichen gezündet worden. Sie hätten die Aktion gefilmt und seien dann weggelaufen.

Andere Augenzeugen teilten ihre Eindrücke auf Twitter. Sie berichteten von Menschen, die aus der Thier-Galerie liefen.

Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in der Thier-Galerie aufhielten, war zunächst unklar. Angesichts des dritten Adventssamstags, des Weihnachtsmarktes ganz in der Nähe und auch des bevorstehenden Heimspiels von Borussia Dortmund, sei das Einkaufszentrum mitten in der Innenstadt aber wohl extrem voll gewesen.

Am Abend habe sich die Lage normalisiert, sagte ein Polizeisprecher. Zahlreiche Einsatz- und Rettungskräfte waren am Ort - wie viele, das war ebenfalls noch unklar. Es gebe noch keine abschließende Bilanz, hieß es bei der Polizei. Es seien aber "jede Menge" gewesen. Via Twitter bat die Polizei Zeugen und Verletzte, sich telefonisch zu melden oder direkt zum Präsidium zu kommen.

lie/dpa

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