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Panorama

Ex-Drogenboss vor Gericht

"El Chapo" darf seine Frau nicht umarmen

Der vor Gericht stehende Ex-Drogenboss Joaquín Guzmán darf seine Frau nicht umarmen. Er war bereits zwei Mal aus einem Gefängnis ausgebrochen, daher gelten für ihn spezielle Sicherheitsauflagen.

AFP

Gericht in New York

Donnerstag, 08.11.2018   20:40 Uhr

Der in New York vor Gericht stehende mexikanische Drogenboss Joaquín "El Chapo" Guzmán darf seine Frau nicht umarmen. Der Richter Brian Cogan lehnte einen entsprechenden Antrag des Angeklagten ab. Er habe Verständnis für die Bitte, so Cogan, aber die Sicherheitsvorschriften ließen dies nicht zu.

Der 61-jährige Guzmán hatte beantragt, vor dem Beginn der Eröffnungsplädoyers am Dienstag seine Frau Emma Coronel begrüßen und umarmen zu dürfen. Die 29-jährige frühere Schönheitskönigin und Guzmans haben sieben Jahre alten Zwillingen.

Der einst mächtigste Drogenboss der Welt muss sich in den USA unter anderem wegen Drogenschmuggels, Waffenhandels und Geldwäsche verantworten. Laut Anklage soll das mexikanische Sinaloa-Kartell unter seiner Führung zwischen 1989 und 2014 fast 155 Tonnen Kokain und große Mengen andere Drogen in die USA geschmuggelt haben.

REUTERS

Joaquín "El Chapo" Guzmán

Guzmán droht lebenslange Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis. Die Todesstrafe ist nach einer Einigung zwischen Mexiko und den USA ausgeschlossen. In dem auf vier Monate angesetzten Prozess wurden diese Woche zunächst die Geschworenen ausgewählt. Aus Sicherheitsgründen entscheidet die Jury anonym über das Schicksal von Guzmán.

Vorbildliches Verhalten in Haft

Richter Cogan lobte zwar das vorbildliche Verhalten des Angeklagten vor Gericht und in Haft, verwies aber auf die eigens für Guzmán festgelegten, besonders strengen Sicherheitsauflagen. Damit solle jeder Versuch unterbunden werden, dass Guzmán einen Ausbruch oder einen Angriff plane.

Der Drogenboss war in Mexiko zwei Mal aus dem Gefängnis ausgebrochen, bevor er wieder gefasst und im Januar 2017 an die USA ausgeliefert wurde. Dort sitzt er in Einzelhaft und darf mit seiner Frau nicht kommunizieren.

sth/AFP

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