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Panorama

Gipfel in Hamburg

Münchner Polizist soll sich an G20-Krawallen beteiligt haben

Ein Polizist aus München soll an den G20-Ausschreitungen teilgenommen haben - und zwar nicht auf der Seite seiner Kollegen. Nun wurde er vorläufig vom Dienst suspendiert.

DPA

Ausschreitungen im Hamburger Schanzenviertel

Freitag, 12.01.2018   20:30 Uhr

Ein Polizist aus München soll sich Anfang Juli 2017 an den G20-Krawallen in Hamburg beteiligt haben. Gegen den Beamten werde wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt, sagte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums München.

Das Bayerische Landeskriminalamt ermittle in dem Fall, sagte die Sprecherin. Der Beamte sei wegen der Schwere des Vorwurfs vorläufig vom Dienst suspendiert worden, gegen ihn sei - neben den strafrechtlichen Ermittlungen - ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden.

Zum Namen und zum Alter des Beamten wurden keine Angaben gemacht, die "Welt" berichtete von einem 35 Jahre alten Mann, der am Vorabend des Gipfels der Staatschefs mit Bierdosen auf Beamte gezielt haben soll.

Beim G20-Gipfel kam es teilweise zu massiven Ausschreitungen in der Hansestadt. Randalierer bauten brennende Barrikaden, zündeten Autos an, plünderten Geschäfte und bewarfen Beamte mit Steinen und Flaschen.

Eine Sonderkommission führt rund 3000 Ermittlungsverfahren. Auch gegen 115 Polizeibeamte wird ermittelt, die meisten Vorwürfe beziehen sich auf Körperverletzung im Amt. Seit August versucht ein Sonderausschuss der Hamburger Bürgerschaft die Geschehnisse rund um den G20-Gipfel aufzuklären.

asa/dpa

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