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Panorama

Letzte Worte der Angeklagten

Angelika W. sieht sich weiter als Opfer

In ihrem ausführlichen letzten Wort hat sich die Angeklagte im Prozess zum "Horrorhaus von Höxter" als Opfer des Mitangeklagten beschrieben. Die Nebenkläger wollten sich das nicht anhören.

DPA

Angeklagte Angelika W. neben ihrem Verteidiger Peter Wüller

Freitag, 14.09.2018   13:31 Uhr

Im Mordprozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter haben Nebenkläger den Saal verlassen. Sie protestieren damit gegen das ausführliche letzte Wort der Angeklagten Angelika W.

Wie bereits zum Prozessauftakt vor fast zwei Jahren beschrieb sich Angelika W. am Freitag als Opfer ihres Partners Wilfried W., der mit ihr auf der Anklagebank sitzt. Eine Entschuldigung oder ein Wort des Bedauerns in Richtung der Opfervertreter sagte Angelika W. in den ersten Stunden ihres letzten Wortes nicht.

Nach rund 90 Minuten verließen die drei Anwälte der Nebenkläger und die Mutter einer in Höxter ums Leben gekommenen Frau die Verhandlung. "Nichts Neues", sagte die Mutter beim Gang aus dem Saal.

Foto: SPIEGEL TV

Über Jahre hinweg sollen die beiden Angeklagten mehrere Frauen in das Haus nach Höxter in Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der seelischen und körperlichen Quälereien. Die Anklage lautet auf Mord durch Unterlassen.

Angelika W.s Anwalt hat einen Freispruch gefordert, Wilfried W.s Verteidiger siebeneinhalb Jahre Haft für seinen Mandanten. Die Staatsanwaltschaft hatte auf lebenslange Haft plädiert.

ulz/mamk/dpa

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