Schrift:
Ansicht Home:
Panorama

Höxter

38 Kilo Marihuana im Horrorhaus

Die Cannabispflanzen aus dem "Horrorhaus" von Höxter hätten den Plantagenbesitzern rund 38 Kilogramm Marihuana eingebracht - und damit ein Vermögen.

DPA

Cannabisplantage in Höxter

Mittwoch, 08.11.2017   22:58 Uhr

Die Cannabispflanzen aus dem sogenannten Horrorhaus in Höxter hätten den mutmaßlichen Besitzern einen erheblichen Gewinn einbringen können. Wie die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Polizei Bielefeld am Mittwoch mitteilten, hätten die Betreiber der illegalen Cannabisplantage 38 Kilogramm Marihuana im Wert von 200.000 Euro herausbekommen - wären sie nicht vorher aufgeflogen. Das geht aus einem Gutachten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamtes hervor.

Bei einer Razzia in dem Haus hatten Polizisten am 20. September die Cannabisplantage ausgehoben und zwölf Tatverdächtige festgenommen. Das "Horrorhaus" wurde deutschlandweit bekannt, weil ein Ehepaar dort zwei Frauen gefangen gehalten und derart misshandelt haben soll, dass sie starben. Der Prozess gegen das inzwischen geschiedene Paar läuft derzeit vor dem Landgericht Paderborn. Das Gebäude wurde Anfang des Jahres verkauft.

Gegen sechs mutmaßliche Mitglieder einer Drogenbande erließ ein Richter Haftbefehl. Darunter sind der mutmaßliche Anführer der Gruppe, ein 42-Jähriger, sowie der 50-jährige neue Eigentümer des Hauses. Die übrigen Festgenommen kamen wieder frei, nachdem sie vernommen wurden. Bei ihnen handelte es sich laut den Ermittlern lediglich um "Erntehelfer". Sie seien in den Niederlanden, Polen und der Ukraine von der Bande angeworben worden.

mja/dpa

Verwandte Artikel

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP