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Panorama

"Horrorhaus" von Höxter

Neuer Eigentümer wegen Drogenanbaus zu langer Haft verurteilt

Kiloweise Cannabis fand die Polizei im "Horrorhaus" von Höxter, Gesamtwert: rund 200.000 Euro. Nun hat ein Gericht den Eigentümer wegen bandenmäßigen Drogenanbaus schuldig gesprochen.

DPA

Hauptangeklagter David Alexander M.

Montag, 16.04.2018   18:24 Uhr

Im Prozess um eine Marihuana-Plantage im sogenannten Horrorhaus von Höxter ist der neue Hauseigentümer zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der 51-Jährige hatte das Anwesen, in dem ein Paar über Jahre hinweg Frauen gequält hatte, im Frühjahr 2017 gekauft - das war ein Jahr nach der Festnahme des Paares, das sich derzeit vor Gericht verantworten muss.

Der jetzt verurteilte Mann habe das Gebäude zum Zweck des bandenmäßigen Drogenanbaus vermietet, urteilte das Landgericht Paderborn. Im Vollzug soll er nun eine Drogentherapie machen.

Als die Polizei das Anwesen durchsuchte, wurden mehr als tausend Marihuanapflanzen mit einem Gesamtgewicht von 38 Kilogramm sichergestellt. Deren Wert schätzten die Ermittler auf rund 200.000 Euro.

Ein mitangeklagter 44-Jähriger soll laut Urteil für vier Jahre in Haft. Er hatte Hilfstätigkeiten für die Drogenbande übernommen. Eine 30 Jahre alte Frau wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt. Sie hatte auf dem Grundstück gelebt und sich um die Pflanzen gekümmert.

Noch nicht abgeschlossen ist das Gerichtsverfahren gegen einen 43-Jährigen, der Kopf der Bande gewesen sein soll. Er hatte das Haus vom Eigentümer gemietet.

mxw/dpa

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