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Panorama

Ivan Klasnic im Streit mit Ärzten

Vergleich abgelehnt - Prozess geht 2019 weiter

Der früherer Werder-Profi Klasnic leidet an einer schweren Nierenerkrankung. Seit Jahren kämpft er um Entschädigungen - ein Ende ist nicht in Sicht. Beide Parteien haben den Vergleich in Millionenhöhe abgelehnt.

imago / Nordphoto

Ivan Klasnic mit Rechtsanwalt Matthias Teichner.

Donnerstag, 18.10.2018   12:51 Uhr

Beim Prozess zum Fall Ivan Klasnic ist kein Ende in Sicht: Die Parteien haben sich nicht auf den richterlichen Vergleichsvorschlag über drei Millionen Euro einigen können. Der Rechtsstreit um die Nierenerkrankung des früheren Fußballprofis Klasnic gegen zwei ehemalige Vereinsärzte des Bundesligisten Werder Bremen geht damit in die nächste Runde. Ein Ende ist nicht abzusehen.

Wie das hanseatische Oberlandesgericht in Bremen bestätigte, wurde ein neues ärztliches Gutachten in Auftrag gegeben. Es soll bis zum 31. Mai 2019 erstellt werden. Weiterverhandelt wird in dem Prozess, der bereits seit über zehn Jahren läuft, damit frühestens im Herbst 2019. In erster Instanz hatte sich Klasnic gegen die Vereinsärzte durchgesetzt.

Der 38-Jährige hatte Klage gegen den früheren Mannschaftsarzt von Werder Bremen, Götz Dimanski, die Internistin Manju Guha und zwei Therapieeinrichtungen eingereicht. Im März 2017 hatte das Landgericht Bremen Klasnic ein Schmerzensgeld in Höhe von 100.000 Euro zugesprochen. Die Beklagten sollten zudem für Verdienstausfall und Behandlungskosten aufkommen. Nach Klasnics Rechnung geht es um Millionen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die schwere Erkrankung von Klasnic zu spät erkannt und falsch behandelt worden war. Der frühere kroatische Nationalspieler musste sich bereits drei Transplantationen unterziehen. Er müsse täglich Medikamente einnehmen: Morgens zwölf und abends acht Tabletten."

pia/SID

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