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Panorama

Großbritannien

Schuldspruch für letztes Bandenmitglied von Juwelendiebstahl

Eine Rentnergruppe brach 2015 spektakulär in einen Londoner Tresorraum ein und erbeutete Juwelen im Millionenwert. Nun ist auch das letzte Mitglied der Bande verurteilt worden.

AFP/ London MPS
Freitag, 15.03.2019   20:04 Uhr

Es war einer der spektakulärsten Diebstähle der vergangenen Jahre: 2015 drang eine Gruppe betagter Männer mit einem Diamantbohrer in den Tresorraum einer Londoner Depotfirma ein und stahl Juwelen im Wert von 16 Millionen Euro. Nun ist das letzte Mitglied der Diebesbande zu einer zehnjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das berichten britische Medien.

Der 58-jährige Michael Seed war noch lange nach der Tat auf freiem Fuß gewesen und wurde erst im März 2018 verhaftet. Da er sich für den Diebstahl verkleidet hatte, musste ihn ein Gutachter anhand seines Ganges identifizieren.

Auf Videoaufnahmen vom Tatort war zwar lediglich ein Mann mit roter Perücke und Gesichtsmaske zu sehen. Der Gutachter identifizierte Seed auf den Bildern aber anhand seines hinkenden Ganges als den Mann auf dem Video. Zudem hatte die Polizei in Seeds Schlafzimmer 933 Gegenstände aus dem Diebstahl gefunden, darunter auch Goldbarren.

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London: Der Coup im Diamantenviertel

Der Fall war einer der bemerkenswertesten Diebstähle in der englischen Kriminalgeschichte. Sechs Männer in Leuchtwesten hatten zunächst ein Loch in die Wand des Tresorraums des Diamantendepots gebohrt und anschließend 73 Schließfächer geplündert. Sie erbeuteten Gold, Schmuck und Edelsteine im Wert von 13,7 Millionen Pfund (16 Millionen Euro).

Vor Seed waren bereits neun Menschen im Zusammenhang mit dem Juwelendiebstahl verurteilt worden, das Strafmaß reichte von 18 Monaten bis zu sieben Jahren. Zwei der Diebe waren zum Zeitpunkt der Verurteilung bereits über 70 Jahre alt.

Zuletzt hatte der Fall von Terry Perkins Aufsehen erregt. Er war im Alter von 69 Jahren mit Herzproblemen im Gefängnis gestorben. Eine Antwort auf die Frage, wo sich die Beute aus dem Einbruch befinde, blieb er bis zu seinem Tod schuldig.

fek/AFP

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