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Panorama

Holocaust-Leugnerin

Ursula Haverbeck nicht zu Haftantritt erschienen

Ursula Haverbeck sollte am 2. Mai in der JVA Bielefeld-Senne ihre Gefängnisstrafe wegen Volksverhetzung antreten. Da sie dort nicht erschien, will die Staatsanwaltschaft nun "das Erforderliche" veranlassen.

DPA

Ursula Haverbeck (Archiv)

Freitag, 04.05.2018   16:48 Uhr

Die wegen Volksverhetzung mehrmals verurteilte Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist einer Aufforderung zum Haftantritt nicht gefolgt. Die Frist sei abgelaufen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die Behörde werde nun das "Erforderliche" veranlassen, sagte ein Sprecher, nannte aber keine weiteren Details. Die Ladung zum Antritt der zweijährigen Gefängnisstrafe war vorige Woche verschickt worden.

Die "Bild"-Zeitung berichtete zuerst, dass die 89-jährige Haverbeck nicht zur Haft angetreten war. Demnach hätte die Rechtsextremistin am 2. Mai in der JVA Bielefeld-Senne erscheinen sollen. Im Falle eines Nichterscheinens zum Haftantritt sieht die Strafprozessordnung einen Vollstreckungshaftbefehl vor.

Das Landgericht Verden hatte Haverbeck Ende August 2017 wegen Volksverhetzung zu zwei Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Im Februar scheiterte sie vor dem Oberlandesgericht Celle mit einem Revisionsantrag gegen das Urteil. Es ist ihre erste rechtskräftige Verurteilung zu einer Gefängnisstrafe.

Haverbeck, die für die Neonazi-Partei "Die Rechte" zur Europawahl 2019 kandidiert, wurde schon mehrmals wegen Volksverhetzung verurteilt. Wiederholt behauptete sie, dass das Konzentrationslager Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern ein Arbeitslager gewesen sei.

bbr/dpa

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