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Panorama

Vermisste Fünfjährige

Ermittlungen im Fall Inga führen nach Dresden

Seit zwei Monaten wird die fünfjährige Inga aus Sachsen-Anhalt vermisst. Jetzt setzte die Polizei besondere Spürhunde ein - und folgte ihnen auf einem langen Weg.

DPA/Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord

Vermisste Inga: Was geschah mit dem Mädchen?

Donnerstag, 09.07.2015   09:32 Uhr

Bei der Suche nach der seit zwei Monaten vermissten Inga aus Schönebeck (Sachsen-Anhalt) hat die Polizei Spuren entdeckt, die bis nach Dresden führen. Am Mittwoch verfolgten sieben Spezialhunde eine Fährte, die sie auf der Autobahn 2 bei Ziesar aufnahmen, an der Grenze zwischen Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei.

Die Mantrailer-Hunde haben einen besonders sensiblen Geruchssinn. Sie können auch nach Monaten noch feinste Partikel in der Luft wittern. Die fünfjährige Inga war am 2. Mai bei Stendal in einem Waldstück verschwunden. Trotz mehrfacher Suchaktionen und Zeugenbefragungen fehlt von dem Mädchen bisher jede Spur.

Die Hunde sind erschöpft

Bereits Mitte Juni hatten die Mantrailer-Hunde die Beamten vom Ort des Verschwindens bis nach Ziesar geführt. Bei dem neunstündigen Einsatz am Mittwoch waren 30 Beamte im Einsatz. Mehrfach mussten Autobahnabschnitte gesperrt werden. "Es war wie eine Wanderbaustelle", sagte der Polizeisprecher. An jeder Abfahrt habe der Tross gestoppt, um herauszufinden, ob die Hunde die Autobahn verlassen würden.

Insgesamt führte der Weg über fünf Autobahnen. Am Dreieck Dresden-West, nach mehr als 220 Kilometern, wurde die Suche zunächst abgebrochen. "Die Hunde müssen sich erholen", sagte der Polizeisprecher. Am Donnerstag soll nun entschieden werden, wann der Einsatz fortgesetzt wird. Die Hunde gehören nicht der Polizei, sondern sind in Privatbesitz.

sms

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