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Panorama

Mord an bulgarischer Journalistin

Mutmaßlicher Mörder nach Sofia ausgeliefert

Deutschland hat den Verdächtigen im Mordfall der Moderatorin Viktoria Marinowa nach Bulgarien ausgeliefert. Dem in Stade gefassten Mann droht eine lebenslange Haftstrafe.

DPA

Blumen und Kerzen für die getötete Journalistin Marinowa

Mittwoch, 17.10.2018   19:12 Uhr

Der mutmaßliche Mörder einer bulgarischen Journalistin, der in Deutschland gefasst wurde, ist den Behörden in Sofia übergeben worden. Der vor einer Woche in Stade festgenommene Bulgare Severin K. wurde unter strenger Bewachung mit einem Flugzeug nach Sofiain die Hauptstadt des Landes gebracht, berichteten bulgarische Medien. Ihm wird vorgeworfen, Viktoria Marinowa vergewaltigt und ermordet zu haben.

Die Leiche der 30-jährigen war am 7. Oktober in einem Park am Donauufer der fünftgrößten bulgarischen Stadt Russe entdeckt worden. Die Moderatorin des lokalen Kabelsenders TVN war dort joggen gegangen.

Die Ermittlungen in Bulgarien gehen weiter. Falls er verurteilt wird, droht dem Tatverdächtigen eine lebenslange Haftstrafe.

Die bulgarischen Ermittler entdeckten eigenen Angaben zufolge Genmaterial des Mannes am Körper der Toten. Zudem seien persönliche Sachen von Marinowa in dem Haus in Russe gefunden worden, in dem sich der Verdächtige aufgehalten habe.

Man gehe von einem spontanen Angriff aus sexuellen Motiven aus, hatte Generalstaatsanwalt Sotir Zazarow in Sofia gesagt. Das Alter des polizeibekannten Mannes wurde mit 21 Jahren angegeben.

sen/dpa

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