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Panorama

Notstand in Teilen Kaliforniens

Starker Wind facht Feuer weiter an - Promi-Ort Malibu wird evakuiert

Kalifornien brennt wieder. Das Feuer frisst mancherorts in einer Minute eine Fläche von sechs Fußballfeldern. Auch Malibu ist betroffen - zahlreiche prominente Einwohner mussten ihre Häuser verlassen.

Foto: DPA
Samstag, 10.11.2018   12:56 Uhr

In Kalifornien wüteten im Sommer schwere Waldbrände. Nun ist das Feuer wieder vielerorts ausgebrochen. Stellenweise haben sie zu katastrophaler Zerstörung geführt und nach Angaben der Behörden mindestens neun Menschen das Leben gekostet.

In der Stadt Paradise im Norden des Bundesstaats starben Menschen in ihren brennenden Autos. 27.000 Einwohner wurden aufgefordert, die Stadt zu verlassen. Insgesamt mussten weit mehr als 150.000 Menschen ihre Häuser verlassen.

Schulen schlossen, Freizeitaktivitäten und Sportveranstaltungen wurden abgesagt. Tausende Feuerwehrleute aus mehreren Bundesstaaten kämpften gegen die Flammen. Mindestens 2000 Gebäude wurden schon zerstört. Viele Menschen müssen in ihren Autos übernachten.

Neben dem sogenannten Camp Fire mit einer Größe von mehr als 30.000 Hektar in der Gegend von Paradise tobten im Süden des Staates, mehr als sieben Autostunden entfernt, zwei weitere Großbrände, einer davon mit einer Größe von mehr als 14.000 Hektar im Ventura County in der Nähe der Millionenmetropole Los Angeles.

Video: Dramatische Flucht vor den Flammen

Foto: DER SPIEGEL

Auch der bei Promis beliebte Pazifik-Küstenort Malibu ist vom Feuer bedroht. Wie die Feuerwehr mitteilte, breiteten sich die Brände durch auffrischende Winde extrem schnell aus. In der Nähe fraß das Feuer Flächen von der Größe von sechs Fußballfeldern in nur einer Minute.

Pacific Highway teilweise gesperrt, Notstand für einige Bezirke ausgerufen

Aus anderen Teilen des Bundesstaates berichteten Menschen von der verzweifelten Suche nach Verwandten, von niedergebrannten Häusern und gesperrten Autobahnen. Der Pacific Highway, eine der wichtigsten Verkehrsadern in Kalifornien, wurde nach Angaben der Behörden zwischen Topanga Canyon und Decker Canyon gesperrt.

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Kalifornien: Feuer und Zerstörung

Bei anhaltend sommerlichen Temperaturen und Trockenheit ist die Feuergefahr an der US-Westküste hoch. Starke Winde erschwerten die Lage. Der nationale Wetterdienst sprach von extremen Bedingungen und warnte vor weiteren Bränden.

Betroffen ist auch die Gegend um Malibu, wo zahlreiche Prominente wohnen. "Ich sorge mich um mein Haus, aber ich kann nichts tun", twitterte Popsängerin Cher, die seit mehr als 45 Jahren dort eine Immobilie besitzt, wie aus dem Tweet hervorging.

Auch Schauspieler Scott Baio, der Regisseur und Oscar-Preisträger Guillermo del Toro ("Shape of Water - Das Flüstern des Wassers"), die TV-Persönlichkeiten Caitlyn Jenner und Kim Kardashian sowie die Schauspielerin Alyssa Milano und der Schauspieler Rainn Wilson waren gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Lady Gaga fragte sich bei Twitter, ob ihr Haus in Flammen aufgehe. "Alles, was wir tun können, ist, zusammen und füreinander zu beten." Gaga dankte auch Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften.

Vize-Gouverneur Gavin Newsom rief für die Bezirke Butte County, Los Angeles County und Ventura County den Notstand aus, um auf diese Weise schnell Hilfe zu mobilisieren. Allein dort kämpften rund 2000 Feuerwehrleute gegen die Brände.

US-Präsident Donald Trump erklärte via Twitter, es gebe keinen Grund für die "massiven, tödlichen und teuren Waldbrände in Kalifornien" - schuld sei die Forstverwaltung vor Ort:

dop/dpa

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