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Panorama

Tote bei Feuer in Kalifornien

"Kein Haus wird stehen bleiben"

Allein in der Stadt Paradise müssen 27.000 Menschen ihre Häuser verlassen: Die Waldbrände in Kalifornien zerstören ganze Landstriche, mehrere Menschen kamen ums Leben.

AFP

Feuer in Los Angeles

Freitag, 09.11.2018   21:40 Uhr

Bei den Waldbränden in Kalifornien sind mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Sie seien tot in ihren ausgebrannten Fahrzeugen aufgefunden worden, teilte das Sheriff-Büro in Butte County mit.

Die Menschen hätten versucht, den Flammen zu entkommen. Wegen der schweren Brandverletzungen sei eine Identifikation noch nicht möglich.

Der Sender NBC berichtet, dass die Opfer in der Stadt Paradise gefunden worden seien. Alle 27.000 Einwohner seien aufgefordert worden, die Stadt zu verlassen. Die Waldbrände hätten die Stadt in ein Inferno verwandelt.

In Kalifornien wüten derzeit ungewöhnlich heftige Waldbrände. Für mehrere Orte, darunter die bekannte Küstenstadt Malibu, wurde die Evakuierung angeordnet, betroffen sind insgesamt 75.000 Häuser.

Der Leiter des Katastrophenschutzbüros der kalifornischen Regierung, Mark Ghilarducci, sagte, das Ausmaß der Zerstörungen sei "wirklich unglaublich und herzzerreißend".

Der kalifornische Interimsgouverneur Gavin Newsom rief für die Brandgebiete den Notstand aus, um die Bereitstellung von Hilfen zu erleichtern.

Ein Sprecher der kalifornischen Feuerwehr erklärte, in Paradise habe das Feuer schätzungsweise rund tausend Gebäude zerstört. Einige Einwohner veröffentlichten in Online-Netzwerken erschütternde Videos von Fahrten durch Rauchschwaden und vorbei an Flammen.

Kevin Winstead, ein Bewohner des Nachbarorts Magalia, sagte dem Sender KIEM TV, der gesamte untere Teil von Paradise sei vollständig von den Flammen eingeschlossen. "Kein Haus wird stehen bleiben. Ich bin am Boden zerstört."

"Es ist entscheidend, dass die Bewohner die Evakuierungsanordnungen genau befolgen", schrieb die Feuerwehr des Bezirks Los Angeles auf Twitter.

wal/dpa/AFP

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