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Panorama

"Game of Thrones" - Hodor-Darsteller in der Politik?

"Ich habe definitiv etwas zu sagen"

Fernsehzuschauer kennen ihn als gutmütigen Riesen Hodor aus der Hitserie "Game of Thrones". Möglicherweise mischt Kristian Nairn zukünftig auch in echten Machtkämpfen mit.

Getty Images
Freitag, 21.04.2017   16:19 Uhr

Ein Mann, ein Wort - Millionen Fans kennen Kristian Nairn aus "Game of Thrones". In der Fantasy-Serie verkörperte der 41-Jährige den liebenswerten Hünen Hodor, der die Kinder der Familie Stark vor Ungemach schützte und jede Unterhaltung stets nur mit seinem eigenen Namen bestritt. Schnell wurde Nairn so zum Publikumsliebling, im Internet widmen Fans ihm Hunderte Mems.

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Hodor-Darsteller Nairn: "Ich habe definitiv etwas zu sagen"

Nairn ist allerdings selbst nicht annähernd so wortkarg wie sein Alter Ego. In einem Interview mit dem "Belfast Telegraph" sagte der Schauspieler, dass er sich eine Zukunft in der Politik vorstellen könnte.

"Ich habe definitiv etwas zu sagen", sagte der Nordire der Zeitung. Er habe schon darüber nachgedacht, in seiner Heimat politisch tätig zu werden. Der 2,10-Meter große Nairn lebt gemeinsam mit seiner Mutter in der Kleinstadt Lurgan.

Die Regierungsparteien Nordirlands würden sich nicht genug für die Gemeinschaft einsetzen, so Nairn. "Ich wäre bereit, für einen Wandel einzutreten, wenn es meiner Gemeinschaft und anderen Menschen helfen würde."

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Seinen Fokus legte der offen homosexuell lebende Nairn nicht nur auf die Rechte von Schwulen. "Ich will gar nichts komplett anderes als jetzt", sagte der Schauspieler. "Nur, dass alle gleich behandelt werden. Ist das so fortschrittlich? Ich denke nicht, dass es fortschrittlich ist. Es ist menschlich. Nicht nur für Schwule und Lesben - auch die Frauenrechte, Immigranten und Menschen mit verschiedenen Ethnien."

Nairn zeigt sich in dem Interview bestürzt über Homophobie in weiten Teilen der Welt und den Widerstand gegen die Homo-Ehe in Nordirland. "Die Menschen sind so liebenswert in diesem Land", sagte Nairn, der auch als DJ tätig ist.

"Ich liebe es nach Hause zu kommen, aber es macht mich traurig, dass Menschen mit komplett überholten Ansichten, die nicht die richtigen Entscheidungen aus den richtigen Gründen treffen, für uns entscheiden."

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Für sein katholisches Heimatland fordert Nairn eine stärkere Trennung zwischen Kirche und Staat. "Ich habe gesehen, was Religion bei Menschen angerichtet hat, als ich aufwuchs. Ich wollte keinen Anteil daran haben", sagte der Schauspieler. "Ich sehe keinen Nutzen darin, sich einem Glauben zu verschreiben, der dir erlaubt, über andere Menschen zu urteilen."

cnn

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