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22.05.2012
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Will.i.am beim Fackellauf

"Ich-kann-es-kaum-glauben-Moment"

Was kann einen millionenschweren Popstar noch richtig begeistern? Zum Beispiel der Lauf mit der olympischen Fackel - so geht es zumindest Will.i.am. Der Frontman der Black Eyed Peas konnte seine Aufregung kaum verbergen.

Hamburg - Er ließ sich von Fans fotografieren, veröffentlichte die Fotos sogleich auf Twitter; er machte den Moonwalk; er strahlte über das ganze Gesicht: Als 109. Läufer hat Will.i.am einen Teil des olympischen Fackellaufs absolviert. Der Sänger der Black Eyed Peas übernahm die Fackel am Montag in der englischen Stadt Taunton.

"Das war ein surrealer Moment", sagte er laut "Telegraph". Er erinnere sich noch, wie er als kleiner Will 1984 die Olympischen Spiele in Los Angeles vor dem Fernseher verfolgt und sich gewünscht habe, er könne dabei sein. "Ich hatte einen Flashback, als sie mir die Fackel gaben. Das war ein seliger, surrealer Ich-kann-es-nicht-glauben-Moment", so der 37-Jährige.

Während des Laufes hielt Will.i.am zeitweise die Fackel in der einen Hand und ein Handy in der anderen. So hielt er seine Fangemeinde via Twitter auf dem Laufenden. "Es ist verrückt hier in Taurton (sic!)... so viel Freude", schrieb er zum Beispiel. Kurz darauf postete er auch ein Foto von berittenen Polizisten, dazu die Ansage: "Ich hänge diese Jungs ab, sie sind kein Gegner für Willy Zoom."

Insgesamt 8000 Läufer werden die Fackel in 70 Tagen über etwa 12.800 Kilometer nach London tragen, zum Austragungsort der diesjährigen Olympischen Sommerspiele. Das Feuer wird die schottischen Highlands ebenso passieren wie den See Loch Ness und den historischen Steinkreis Stonehenge. Die Läufer wurden vom Organisationskomitee wegen ihrer persönlichen Leistungen oder besonderer Verdienste ausgewählt. Viele von ihnen arbeiten in Wohltätigkeitsorganisationen.

Doch auch die Wirtschaft spielt inzwischen eine entscheidende Rolle. Große Sponsoren wie Coca-Cola, Samsung oder das Bankhaus Lloyds haben einen Teil der Läufer ausgesucht und den Lauf mit ihren Werbekampagnen verbunden. Auch Will.i.am durfte dank eines Sponsors mitmachen.

Jeder Läufer bekommt eine eigene Fackel, die mit dem Feuer des Vorgängers entzündet wird. Teilweise wurden die Fackeln schon auf Ebay angeboten. Die Zeitung "Times" bezeichnete das als Schande.

Zumindest bei Will.i.am dürfte diese Gefahr nicht bestehen: "Ich nehme meine Fackel mit nach Hause", schrieb er auf Twitter. Und posierte dabei lässig vor einem startbereiten Helikopter. Popstar müsste man sein.

hut/dpa/AFP

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