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24.07.2012
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Bristol Palins Sohn

Verflucht, der Bengel

Bristol Palin: Ärger mit der Doku
Fotos
AP/ Lifetime

Lange nichts von Bristol Palin gehört! Nun gibt's in den USA ordentlich Wirbel wegen ihrer TV-Doku: Sohn Tripp, drei Jahre alt, soll ein schwulenfeindliches Schimpfwort gesagt haben. Hat er nicht, entgegnet die Mutter. Aber ihre Version ist auch nicht viel besser.

Hamburg - Achtung, es folgt eine skandalöse Szene aus einer amerikanischen Familie: Sohn Tripp will schwimmen gehen. Aber Mama will nicht. Also quengelt der Dreijährige ein bisschen und sagt "Ich hasse dich." Daraufhin droht die Tante, die zwischen den beiden auf der Couch sitzt, man werde ihm den Mund mit Seife auswaschen. Ein Scherz natürlich, keine Androhung zur Folter, wir wollen nicht übertreiben. Doch dann folgt der Eklat, es wird zu hart für das US-Fernsehen. Tripp sagt: "Geh weg, du 'piiiiep'."

Hat der junge etwa "Faggot" gesagt? Ein Schimpfwort für Homosexuelle? So wollen es die "Huffington Post" und andere Medien verstanden haben. Der Fall wird besonders durch die Hauptfiguren delikat: Tripp ist der Sohn von Bristol Palin, der Tochter von Konservativen-Ikone Sarah Palin. Und statt den Jungen zurechtzuweisen, hielten sich Bristol und ihre Schwester Willow die Hand vor den Mund und kicherten.

Die öffentliche Entrüstung veranlasste Palin nun zu einer Klarstellung: Tripp habe nicht "F-gg-t" gesagt, sondern das andere böse "F-Wort", schrieb sie in ihrem Blog. Diese Angaben werden auch von Produzenten der Show bestätigt. "Ich habe manchmal Mühe, Tripp großzuziehen, aber er benutzt keine Beleidigungen", so Palin. "Um es klarzumachen: Ich bin nicht stolz darauf, was er gesagt hat."

Die Aufregung überrascht nicht. Die Palins inszenieren sich schließlich gerne als konservative Vorzeigefamilie - trotz mehrerer Ausrutscher in der Vergangenheit (da wären zum Beispiel Bristols uneheliche Schwangerschaft und der folgende Disput mit ihrem Ex-Verlobten). Deshalb hat der Fauxpas sogar eine politische Dimension - das erkennt auch Bristol Palin. Sie sei bekanntermaßen gegen die Homo-Ehe, schreibt die 21-Jährige. Die Versuchung für linke Zeitungen, ihren Sohn auf diese Weise abzustempeln, sei wahrscheinlich einfach zu groß gewesen.

hut

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