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17.08.2012
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Yao Ming in Afrika

Der Tierschutz-Riese

Yao Ming: 2,29-Meter-Mann auf Tierschutzmission
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AFP

Chinesen lieben Elfenbein - die Nachfrage aus Fernost heizt die Wilderei in Afrika an. Yao Ming, Ex-Basketballer und sportliches Idol Chinas, hat sich deshalb auf einen Tierschutz-Trip begeben. Elefanten und Nashörner sind nicht die ersten Tiere, für die sich der 2,29-Meter-Mann einsetzt.

Nairobi - Andenken aus Elfenbein werden in China immer beliebter. Einer der berühmtesten Chinesen, der frühere Basketballstar Yao Ming, ist nun eine Woche durch Kenia gereist, um seine Landsleute auf die verheerenden Folgen ihrer Vorliebe aufmerksam zu machen. "Ich denke, wir müssen die öffentliche Wahrnehmung dafür stärken, was Elfenbein ist", sagte der 2,29-Meter-Mann. Es gebe immer weniger Elefanten und Nashörner.

Yaos Appell ist mehr als berechtigt. In mehr als 30 Ländern Afrikas werden Elefanten und Nashörner gejagt wie nie zuvor. Die illegalen Jäger haben es auf das Elfenbein abgesehen. Allein 2011 sollen Wilderer in Afrika mehr als 2500 Elefanten erlegt haben. Das ist seit 1989, als Elfenbeinhandel weltweit verboten wurde, ein Rekord.

Laut der Tierschutzorganisation Save the Elephants hat die illegale Jagd auf Elefanten im vergangenen Jahr und in der ersten Jahreshälfte 2012 immens zugenommen. Auf dem Kontinent leben derzeit noch etwa 400.000 Elefanten.

Yao sah auf seiner Tour die Folgen der Wilderei. Unter anderem betrachtete er die Überreste eines toten Elefanten, dem die Stoßzähne aus dem Gesicht geschnitten worden waren. Kenianische Wildhüter zeigten dem prominenten Gast Hunderte beschlagnahmter Stoßzähne. Tierschützer sehen in der zunehmenden Präsenz von Chinesen in Afrika einen Grund für die Zunahme der Wilderei. Demnach sollen illegale Abschüsse besonders häufig dort vorkommen, wo Chinesen Straßen bauen, Öl fördern oder Mineralien abbauen.

Yao ist einer der berühmtesten chinesischen Sportler und in seiner Heimat ein Held, weil er es in der amerikanischen Profiliga NBA zum Star schaffte. Wegen Verletzungen beendete er im vergangenen Jahr seine Karriere.

Über Yaos Reise nach Afrika soll ein Dokumentarfilm entstehen, Arbeitstitel: "The End of the Wild". Der frühere Basketballer hat sich bereits anderweitig im Tierschutz engagiert. So setzte er sich für die Tierschutzgruppe WildAid ein, die gegen den Verzehr von Haifischflossensuppe protestiert. Das Gericht ist eine chinesische Delikatesse. Dafür werden jedes Jahr zahllose Haie getötet.

ulz/AP

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