02.12.2012
Maria Furtwängler
"Angeblich soll ich was mit meinem Mann gehabt haben"
Hamburg - Maria Furtwängler, Schauspielerin und Ehefrau des Münchner Verlegers Hubert Burda, geht mit Gerüchten um ihre Person offenbar recht lässig um. "Was soll ich machen?", sagt sie im Gespräch mit dem SPIEGEL. Auf die Frage, ob ihr denn viele Affären angedichtet werden, antwortet sie recht humorvoll: "Na, ich hoffe doch ständig. Angeblich soll ich sogar mal was mit meinem Mann gehabt haben", so Furtwängler, der auch schon nachgesagt wurde, im Flieger vor und hinter sich je eine leere Reihe haben zu wollen.
Auch mit einem Kleider-Faux-Pas geht die 46-Jährige im SPIEGEL-Interview entspannt um. Die bei der Bambi-Verleihung getragene Dior-Kreation, die recht durchsichtig war, sei ein Unfall gewesen. Mitnichten habe sie provozieren wollen: "Wenn ich das wollte, würde ich auch den Schlüpfer weglassen und entspannt dazu lächeln." (Wenn Sie das ganze Interview lesen möchten, kommen Sie über diesen Link zur digitalen Ausgabe des neuen SPIEGEL.)
Furtwängler will künftig nur noch einmal jährlich "Tatort"-Kommissarin Charlotte Lindholm mimen, stattdessen lieber Theater spielen und Drehbücher schreiben. "Weniger denn je" habe sie Ambitionen, in das Medienimperium ihres Mannes aktiv einzusteigen. In früheren Jahren habe sie zwar das Gefühl gehabt, dass es im Burda-Verlag irgendwann eine Rolle für sie geben könnte. "Dann hat sich das irgendwie verändert. Und ich bin darüber sehr froh", so Furtwängler.
Sie wisse auch nicht, ob ihre beiden Kinder später in die Verlagsspitze wollten: "Es geht darum, sie auf eine Rolle als verantwortungsvolle Eigentümer vorzubereiten - mitnichten sollen sie unbedingt im Management aktiv werden. Es ist ja nicht zwingend, dass sie dazu das Talent oder gar die Lust haben werden."
Sie selbst befände sich "gerade in einem anderen Lebensabschnitt" als ihr 26 Jahre älterer Mann: "Unsere Kinder verlassen allmählich ihr Zuhause. Ich erlebe da einen völlig neuen Energieschub, eine große Neugier. Da tickt er angesichts seines Erfahrungshorizonts anders." In ihr sei das Bedürfnis entstanden, sich selbst und ihre eigene Welt zu finden. Dabei lote sie "gern mal die Grenze aus zwischen dem, was gesellschaftlich gerade noch akzeptiert wird, und dem, was ein bisschen drüber ist. Ich irritiere gern", sagte Furtwängler,
Am 9. und 16. Dezember ermittelt sie in einer "Tatort"-Doppelfolge im Hannoveraner Filz aus Wirtschaft, Politik, Show und Rotlichtmilieu. Die Hauptdarstellerin hat sich aktiv ins Drehbuch eingemischt. Besonders wichtig war ihr die Thematisierung von Zwangsprostitution: "Mich macht oft fassungslos, wie an vielen Orten der Welt - auch mitten in Deutschland - noch immer mit Frauen umgegangen wird." Ihrer Ansicht nach "ist diese unterschwellige Verachtung gegenüber Frauen überall".

