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04.12.2012
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Französische Ex-Ministerin Dati

Früherer Liebhaber soll zum Vaterschaftstest

Corbis

Es ist ein Erfolg für die frühere französische Justizministerin Rachida Dati: Im Kampf um die Feststellung der Vaterschaft ihrer kleinen Tochter soll ein Multimillionär auf gerichtliche Anordnung zum Gentest. Neben ihm könnten jedoch offenbar mehrere andere Männer als Papa in Frage kommen.

Paris - Dass Zorah, die dreijährige Tochter der ehemaligen französischen Justizministerin Rachida Dati, einen Vater hat, steht außer Frage. Nur: Wer ist es? Datis Ex-Geliebter Dominique Desseigne? Das zumindest behauptet die 47-Jährige. Sie hat vor einem Zivilgericht in Versailles Vaterschaftsklage eingereicht - und dort einen Etappensieg errungen.

Das Gericht verdonnerte den Unternehmenschef und Multimillionär zu einem Vaterschaftstest. Wenn das Ergebnis vorliegt, soll ein neuer Gerichtstermin anberaumt werden. Der 68-Jährige kann zu dem Test zwar nicht gezwungen werden; eine Weigerung könnte das Gericht aber so werten, dass seine Vaterschaft als wahrscheinlich anzusehen ist.

Desseigne leitet die Unternehmensgruppe Lucien Barrière, zu der rund 40 Spielcasinos, 16 Hotels und knapp hundert Restaurants gehören, darunter das berühmte Fouquet's auf den Champs-Elysées. Sein prominentester Freund ist Ex-Präsident Nicolas Sarkozy. Das Vermögen der Familie von Desseigne wird laut dem Wirtschaftsblatt "Challenges" auf derzeit 350 Millionen Euro geschätzt. Die Affäre des Geschäftsmanns und Millionärs mit Dati ist eines der dominierenden Themen in Frankreich.

Desseigne bestreitet nicht die Affäre, wohl aber Vater der kleinen Zohra zu sein. Zum Zeitpunkt der Zeugung, im Frühjahr 2008, sei das Tête-à-tête der beiden bereits beendet gewesen. Zudem habe er sich in der Zeit nicht in Datis Nähe, sondern in Marrakesch und Cannes aufgehalten. Laut Dati dauerte die Liaison jedoch bis zum Sommer 2008. Auch habe Desseigne das Baby nach der Geburt besucht.

Bis zu acht Liebhaber gleichzeitig?

Die Anwältin des Unternehmers ließ wissen, dass neben ihrem Mandanten noch weitere Männer als Vater in Frage kämen. Demnach soll die damalige Ministerin nicht weniger als sieben oder acht Liebhaber gleichzeitig gehabt haben.

Französische Medien hatten bereits seit Bekanntwerden der Schwangerschaft Datis über mögliche Väter spekuliert. Im Gespräch waren unter anderem François Sarkozy, der jüngere Bruder von Nicolas Sarkozy, der spanische Ex-Ministerpräsident José María Aznar, ein bekannter TV-Moderator, ein einflussreicher Manager, ein prominenter Ex-Sportler und sogar ein hochgestellter Staatsanwalt aus Katar. Einige von ihnen haben eine Beziehung allerdings dementiert. Aznar war bereits 2009 gerichtlich gegen die Gerüchte vorgegangen.

Dati galt eine Weile als Lieblingsministerin von Präsident Sarkozy und aufgrund ihrer nordafrikanischen Wurzeln als Aushängeschild seines Kabinetts und als gelungenes Beispiel für Integration. Für großes Aufsehen sorgte sie, als sie nur wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter auf Stiletto-Absätzen aus dem Krankenhaus marschierte, um rechtzeitig zur Kabinettssitzung zu kommen.

Die Tochter einer Einwandererfamilie machte durch ihren autoritären Führungsstil und ihren Hang zum Luxus von sich reden und fiel bei Sarkozy in Ungnade. Seit Sommer 2009 ist sie Abgeordnete im Europaparlament. Zudem bekleidet die konservative Politikerin den Posten der Bürgermeisterin des siebten Pariser Arrondissements.

wit/AFP/dpa

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Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 129 Beiträge
1. Also beim V.....
Erich91 04.12.2012
war die Dame denn auch nicht sehr konservativ
war die Dame denn auch nicht sehr konservativ
2. Ex-Ministerin Dati
taggert 04.12.2012
Was will man dazu noch sagen? Man denke sich seinen teil. Interessant finde ich auch: ... also treiben die Franzosen das gleiche Spiel wie wir? Alle die man loswerden möchte, egal aus welchen Gründen, werden in das [...]
Zitat von sysopDemnach soll die damalige Ministerin nicht weniger als sieben oder acht Liebhaber gleichzeitig gehabt haben. Im Gespräch waren unter anderem François Sarkozy, der jüngere Bruder von Nicolas Sarkozy, der spanische Ex-Ministerpräsident José María Aznar, ein bekannter TV-Moderator, ein einflussreicher Manager, ein prominenter Ex-Sportler und sogar ein hochgestellter Staatsanwalt aus Katar. Einige von ihnen, darunter Aznar, haben eine Beziehung allerdings dementiert.
Was will man dazu noch sagen? Man denke sich seinen teil. Interessant finde ich auch: ... also treiben die Franzosen das gleiche Spiel wie wir? Alle die man loswerden möchte, egal aus welchen Gründen, werden in das Europa Parlament abgeschoben? Da wundere sich noch einer ...
3. !
smerfs 04.12.2012
früher nannte man solche frauen: frau mit hwg.(häufig wechselnder geschlechtsverkehr/partner) oder prostituierte!
Zitat von sysopEs ist ein Erfolg für die frühere französische Justizministerin Rachida Dati: Im Kampf um die Feststellung der Vaterschaft ihrer kleinen Tochter soll ein Multimillionär auf gerichtliche Anordnung zum Gentest. Neben ihm könnten jedoch offenbar mehrere andere Männer als Papa in Frage kommen. Frankreich: Rachida Dati feiert Etappensieg bei Vaterschaftsklage - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/frankreich-rachida-dati-feiert-etappensieg-bei-vaterschaftsklage-a-870872.html)
früher nannte man solche frauen: frau mit hwg.(häufig wechselnder geschlechtsverkehr/partner) oder prostituierte!
4. Karriere
Sabi 04.12.2012
So macht man , pardon die Dame vertikal-Karriere über Betten der Borugeoisie ! Sogar die MiHiG lernen schnell wie's geht, savoire vivre de luxe francaise ! Da sind die Ludwig , Mätressen, Madame Pompdour, etc. Waisenknaben [...]
So macht man , pardon die Dame vertikal-Karriere über Betten der Borugeoisie ! Sogar die MiHiG lernen schnell wie's geht, savoire vivre de luxe francaise ! Da sind die Ludwig , Mätressen, Madame Pompdour, etc. Waisenknaben dagegen !
5. Kreissäge...
Chris_7 04.12.2012
Da fällt mir folgender Witz ein: Fragt der Richter die Kindsmutter "Und sie wissen nicht, wer der Vater sein könnte". Antwortet diese "Herr Richter, wenn Sie in eine laufende Kreissäge fassen, wissen Sie da, [...]
Da fällt mir folgender Witz ein: Fragt der Richter die Kindsmutter "Und sie wissen nicht, wer der Vater sein könnte". Antwortet diese "Herr Richter, wenn Sie in eine laufende Kreissäge fassen, wissen Sie da, welcher Sägezahn den Finger abgetrennt hat?". Ich habe ja auch ein aktives, abwechslungsreiches und durchaus promiskes Sexualleben. Aber im Zeitalter von HIV, HepC & Co. sollte durch die damit verbundenen Vorsichtsmaßnahmen auch eine Schwangerschaft verhindert werden. Zumal, wenn man mit verschiedenen Partnern parallel Spaß hat (was ich durchaus verstehe und auch nicht verurteile). Das ist mir bei allen möglichen Affairen und Affairchen immer der Dorn im Auge. Mir ist egal ob kaiser Franz die Sekretärin vernascht oder Seehofer seine Mitarbeiterin. Aber sobald da eine Schwangerschaft entsteht heißt dies für mich, dass beide Beteiligten sich verantwortungslos verhalten haben. Insbesondere deshalb, da es in den genannten Fällen i.d.R. noch einen (Ehe)Partner gibt der sich in Sachen seiner Gesundheit auf die Zuverlässigkeit und Treue seines (Ehe)Partners verläßt. Das alleine wäre im Fall der Fälle für micht der Grund zu sagen "und tschüss" - nicht die Affaire selbst. Denn damit wird jemand aktiv in seiner Gesundheit gefährdet. Und was wiegt für mich schwerer als nur der reine Sexualakt mit einer Fremden Person.
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