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21.12.2012
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Suzy Favor Hamilton

US-Olympiateilnehmerin arbeitete als Luxus-Callgirl

Getty Images

Sie war eine der besten US-Mittelstreckenläuferinnen, startete dreimal bei Olympischen Spielen - und führte zuletzt ein Doppelleben: Suzy Favor Hamilton verdiente ihr Geld als Prostituierte in Las Vegas, für angeblich 600 Dollar pro Stunde. "Ein großer Fehler", sagt die 44-Jährige nun.

Los Angeles - Ihr geheimes Doppelleben hat Suzy Favor Hamilton eingeholt. Sie habe Depressionen und Eheprobleme bewältigen wollen, indem sie sich einem Leben als Prostituierte zugewandt habe, sagte die dreifache Olympiateilnehmerin. In einer Serie von Twitter-Botschaften bestätigte Favor Hamilton einen Bericht der Website The Smoking Gun, demzufolge sie als Luxus-Callgirl gearbeitet hat.

"Ich erwarte nicht, dass die Leute es verstehen", twitterte die frühere Weltklasse-Mittelstreckenläuferin, aber die Gründe dafür hätten zu jener Zeit Sinn gemacht und mit ihren Depressionen zu tun gehabt. Laut der Website arbeitete die 44-Jährige in den vergangenen zwölf Monaten für einen Escort-Service in Las Vegas. Das Unternehmen buchte Favor Hamilton demnach für Treffen dort, in Los Angeles, Houston und Chicago. Sie habe 600 Dollar pro Stunde für ihre Dienste berechnet, hieß es in dem Bericht weiter.

Favor Hamilton war sechsmal US-Meisterin über 1500 Meter. Bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney gehörte sie zu den favorisierten Läuferinnen über diese Distanz. Und 200 Meter vor dem Ziel lag die damals 32-Jährige tatsächlich in Führung. Doch ein Sturz in der letzten Kurve brachte sie um alle Medaillenchancen.

Die 44-Jährige lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Madison im US-Bundesstaat Wisconsin. Das Paar scheint dem Bericht zufolge nicht in finanziellen Schwierigkeiten zu stecken, was Gerichtsdokumente und Behördenunterlagen zeigen sollen.

Lediglich ihr Mann habe zunächst von ihrer Arbeit als Prostituierte gewusst, sagte Favor Hamilton der Website. Er habe das nicht unterstützt, er habe versucht, sie davon abzuhalten. Die Leichtathletin soll unter dem Namen "Kelly Lundy" bei dem Escort-Service zu buchen gewesen sein. Offenbar teilte sie einigen ihrer Kunden jedoch ihre wahre Identität mit. Das alles sei "ein großer Fehler" gewesen, so die Mutter einer sieben Jahre alten Tochter.

Prostitution ist in Las Vegas offiziell verboten. Noch ist unklar, ob die örtliche Polizei Ermittlungen aufnehmen wird.

Favor Hamilton plant nun auf jeden Fall, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wie sie via Twitter ankündigte. "Ich will alles wiedergutmachen und wieder eine gute Mutter, Ehefrau, Tochter und Freundin sein."

wit/AP

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