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10.01.2013
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Spende für Paparazzo-Beerdigung

Charlie Sheen, der Wohltäter

Getty Images

Charlie Sheen machte meist mit eigentümlichen Auf- und Fehltritten von sich reden. Nun zeigt sich der Skandalschauspieler von seiner generösen Seite: Er zahlt 12.000 Dollar für die Beerdigung des Paparazzo, der bei der Jagd nach einem Foto von Justin Bieber von einem Auto überfahren wurde.

Los Angeles - Ob Charlie Sheen unter die Pfadfinder gegangen ist, darf bezweifelt werden. Seine gute Tat für diesen Tag hat der Hollywood-Star aber schon geleistet. Der 47-Jährige begleiche einen großen Teil der Bestattungskosten für den Paparazzo, der bei der Jagd nach einem Foto von Justin Bieber von einem Auto überfahren wurde, berichtet die Promi-Website TMZ. Sheen stellte der Familie des Verstorbenen demnach einen Scheck über 12.000 Dollar aus.

Mit exklusiven Fotos von Justin Biebers Sportwagen hatte der 29-jährige Fotograf sein Einkommen aufbessern wollen. Ein Freund des Teenie-Idols saß am Steuer des weißen Ferraris und parkte ihn wegen einer Verkehrskontrolle am Straßenrand in Los Angeles. Der Fotograf ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen, wurde anschließend aber beim Überqueren der viel befahrenen Straße von einem Auto überfahren. Im Krankenhaus erlag er dann seinen Verletzungen.

Sheen, so berichtet TMZ, ist offenbar eng mit einem früheren Kollegen des Paparazzo befreundet. So habe er erfahren, dass die Familie des Verstorbenen Geld benötigte, um die Kosten für die Beerdigung tragen zu können. Es sei ein tragisches Ereignis gewesen, sagte Sheen: "Mein tiefstes Beileid an die betroffenen Familien."

In den vergangenen Jahren hatte Sheen hauptsächlich mit eigentümlichen Auf- und Fehltritten von sich reden gemacht. Er hatte Probleme mit Alkohol und Drogen, soll gewalttätig gegen seine Ex-Frau und mehrere Ex-Freundinnen sowie ein Escort-Girl geworden sein. Die Macher der erfolgreichen Sitcom "Two and a Half Men" warfen ihn raus, weil er zu unberechenbar geworden war und den Produzenten Chuck Lorre als "verseuchte kleine Made" bezeichnet hatte.

Es ist jedoch nicht das erste Mal, dass Sheen als Wohltäter in Erscheinung tritt. Im Sommer 2012 spendete er einer Hilfsorganisation für verwundete US-Soldaten eine Million Dollar.

Dem Fahrer des Unfallwagens droht nach Polizeiangaben keine Strafe. Bieber hatte bestätigt, dass er zum Zeitpunkt des Unglücks nicht in seinem Ferrari saß. "Auch wenn ich nicht vor Ort und auch nicht direkt in diesen tragischen Unfall involviert war, sind meine Gedanken und Gebete bei der Familie des Opfers", ließ er mitteilen. "Hoffentlich wird diese Tragödie zu einer sinnvollen Rechtsprechung führen und zu anderen notwendigen Schritten, die das Leben und die Sicherheit von Prominenten, Polizisten, unschuldigen Zuschauern und den Fotografen selbst schützen."

wit

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