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13.01.2013
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Auch Nastassja verdammt Kinski

"Es fühlte sich nicht gut an"

DPA

"Er hat es versucht": Nach ihrer Halbschwester Pola erhebt auch Nastassja Kinski Vorwürfe gegen ihren Vater Klaus. Der Schauspieler habe sie zwar nicht vergewaltigt, aber "viel zu sehr angefasst". Meist habe sie Angst vor ihm gehabt. Damit ist es vorbei: "Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt."

Berlin - Wundern wird diese Nachricht niemanden: Klaus Kinski hat nach Angaben seiner Tochter Nastassja auch sie mit Annäherungsversuchen verstört. "Er hat es versucht. Er hat mich immer viel zu sehr angefasst, mich ganz eng an sich gedrückt, so dass ich dachte, ich könnte nicht herauskommen. Damals war ich vier oder fünf Jahre alt", sagte die 51-jährige Schauspielerin der "Bild am Sonntag". Ihre Halbschwester Pola hatte vergangene Woche publik gemacht, dass ihr Vater sie jahrelang sexuell missbraucht habe.

Auf die Frage, ob ihr Ähnliches widerfahren sei, sagte Nastassja: "Nein, das hat er mit mir nicht gemacht." Sie fuhr fort: "Er hat mich auf die Wange geküsst, doch es fühlte sich nicht gut an." Sie habe gespürt, dass das nicht die liebevolle Umarmung eines Vaters sein könne, "sondern mehr ist als das".

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Klaus und Pola Kinski: "Andere nie respektiert"

Sie habe große Angst vor dem Schauspieler gehabt. "Er war kein Vater. 99 Prozent der Zeit hatte ich fürchterliche Angst vor ihm. Er war so unberechenbar, hat die Familie immer terrorisiert." Er habe wegen jeder Kleinigkeit getobt. "Er war ein Tyrann". Geschlagen habe er sie nie, "aber niederträchtig beschimpft". "Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt."

Sie habe sich stets eher als Einzelkind gesehen, nicht als Halbschwester von Pola, sagte Kinski. Aber "vielleicht bringt uns diese Geschichte auf eine gute Art und Weise alle wieder zusammen." Auch Pola sendet herzliche Signale: "Ihr Brief hat mich unheimlich gefreut. Das war wie eine Umarmung, wirklich schön", sagte Pola Kinski der Zeitung "Welt am Sonntag". "Ich denke, wir werden bald einmal telefonieren. Im Moment ist alles sehr viel für mich."

In ihrem nun erscheinenden Buch "Kindermund" bezichtigt Pola, die älteste Kinski-Tochter, ihren 1991 gestorbenen Vater, sie jahrelang sexuell gepeinigt zu haben. Pola stammt aus der ersten Ehe Klaus Kinskis mit Gislint Kühlbeck, Nastassja aus der zweiten Ehe des Schauspielers mit Ruth Brigitte Tocki.

kuz/dpa/afp

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insgesamt 210 Beiträge
1. xxxl
arniston 13.01.2013
für mich war er schon immer ein, xxxl A. leider nicht begenet, das wärs gewesen.
für mich war er schon immer ein, xxxl A. leider nicht begenet, das wärs gewesen.
2. Ist es nicht phänomenal,
tsitsinotis 13.01.2013
dass ein Mensch eine Familie derart verseuchen kann, dass zwei Schwestern jahrelang keinen Kontakt haben, obwohl sie sich nichts vorwerfen.
dass ein Mensch eine Familie derart verseuchen kann, dass zwei Schwestern jahrelang keinen Kontakt haben, obwohl sie sich nichts vorwerfen.
3. sexueller mißbrauch ist das
wahrheitsgemäß 13.01.2013
schlimmste was man kindern antun kann. aber warum die tochter von klaus kinski nachdem ihr vater über 20 jahre tot ist nun erst mit den vorwürfen gegen ihren vater rausrückt hat wohl eher mit dem buchverkauf zu tun. [...]
Zitat von sysop"Er hat es versucht": Nach ihrer Halbschwester Pola erhebt auch Nastassja Kinski Vorwürfe gegen ihren Vater Klaus. Der Schauspieler habe sie zwar nicht vergewaltigt, aber "viel zu sehr angefasst". Meist habe sie Angst vor ihm gehabt. Damit ist es vorbei: "Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt." Auch Nastassja Kinski erhebt Vorwürfe gegen Klaus Kinski - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/auch-nastassja-kinski-erhebt-vorwuerfe-gegen-klaus-kinski-a-877226.html)
schlimmste was man kindern antun kann. aber warum die tochter von klaus kinski nachdem ihr vater über 20 jahre tot ist nun erst mit den vorwürfen gegen ihren vater rausrückt hat wohl eher mit dem buchverkauf zu tun. das hat nichts mit den schrecklichen kindheitserlebnissen und deren psychologischer aufarbeitung zu tun. hier sollen wohl die voyeure unserer gesellschaft angespornt werden das buch zu kaufen.
4. Ekelhaft!
ironie 13.01.2013
Bevor wieder einer behauptet, die Mädels würden Lügen, sollten Sie sich besser mal vorstellen, der Irre wäre Ihr Vater gewesen! Wenn dir als Kind übertrieben Angst gemacht, stellst du dich im erwachsenem Alter, in den seltesten [...]
Bevor wieder einer behauptet, die Mädels würden Lügen, sollten Sie sich besser mal vorstellen, der Irre wäre Ihr Vater gewesen! Wenn dir als Kind übertrieben Angst gemacht, stellst du dich im erwachsenem Alter, in den seltesten Fällen, gegen den Peiniger, erst wenn das Ungeheuer Tod ist, können die Betroffenen darüber reden.
5. ....
jujo 13.01.2013
Es sollten alle die nicht ähnliches erlebt haben jetzt nicht relativieren und K.K. entschuldigen, auf die "undankbaren" Töchter losgehen o.ä. sondern einfach schweigen! Es bleibt zu hoffen, das sich auch andere [...]
Zitat von sysop"Er hat es versucht": Nach ihrer Halbschwester Pola erhebt auch Nastassja Kinski Vorwürfe gegen ihren Vater Klaus. Der Schauspieler habe sie zwar nicht vergewaltigt, aber "viel zu sehr angefasst". Meist habe sie Angst vor ihm gehabt. Damit ist es vorbei: "Ich bin froh, dass er nicht mehr lebt." Auch Nastassja Kinski erhebt Vorwürfe gegen Klaus Kinski - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/panorama/leute/auch-nastassja-kinski-erhebt-vorwuerfe-gegen-klaus-kinski-a-877226.html)
Es sollten alle die nicht ähnliches erlebt haben jetzt nicht relativieren und K.K. entschuldigen, auf die "undankbaren" Töchter losgehen o.ä. sondern einfach schweigen! Es bleibt zu hoffen, das sich auch andere Menschen nun trauen ihr Leid öffentlich zu machen. Es vergehen zu viele Jahre um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, K.Kirche, Odenwaldschule, Erziehungseinrichtungen u.s.w. Die Täter sterben, Fristen laufen ab oder die Leute werden gedeckt bis die Frist zur Anzeige vorbei ist, s K.Kirche!

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