24.01.2013
Taylor Swift als Rapunzel
Warten auf das Happy End
Hamburg - Es hat schon eine gewisse Ironie, ausgerechnet Countrysängerin Taylor Swift als Rapunzel darzustellen. Einsam sitzt sie hoch oben in ihrem Turm, ist wunderschön zurechtgemacht und blickt sehnsüchtig in die Ferne. So traumhaft kann es also aussehen, wenn eine Prinzessin auf ihren Prinzen und das Happy End wartet.
Auch Taylor Swift wartet noch. Dabei kann man ihr nicht vorwerfen, dass sie es nicht versucht hätte. Die 23-Jährige war unter anderem schon an der Seite von John Mayer, Taylor Lautner, Jake Gyllenhaal, Joe Jonas und zuletzt Harry Styles von One Direction zu sehen.
Nun mag man es für unfair halten, das Beziehungsleben einer so jungen Frau zu thematisieren. Andererseits ist es Swift selbst, die regelmäßig dafür sorgt, dass eine breite Öffentlichkeit über ihre Partner Bescheid weiß. Oder genauer: über ihre Ex-Partner. Swift hat einen Faible dafür, in ihren Liedern über ihre gescheiterten Beziehungen zu singen. Dies sei eine Möglichkeit, den Schmerz zu ertragen, sagte sie im vergangenen Jahr der Zeitschrift "Vogue".
Die wechselnden Beziehungen wurden sogar während der Verleihung der Golden Globes vor wenigen Tagen zum Thema: Die Moderatorinnen Tina Fey und Amy Poehler lieferten sich auf der Bühne einen ironischen Schlagabtausch über Swift. Sie solle sich von Michael J. Fox' Sohn fernhalten, sagte Fey. Und erst mal zu sich selbst finden. Poehler war da weniger streng: "Schnapp ihn dir", rief sie Swift zu.
Vom märchenhaften Happy End kann bei Swift also noch keine Rede sein. Vielleicht hat sie sich deshalb so über ihr Fotoshooting mit Annie Leibovitz gefreut. Die Starfotografin hat seit 2007 zahlreiche Prominente für Disney als Märchenfiguren in Szene gesetzt: Beyoncé war Alice im Wunderland, Penélope Cruz und Jeff Bridges gaben die Schöne und das Biest - und nun ist Swift Rapunzel.
"Ich war geehrt, diese romantische Figur darzustellen", sagte Swift laut "Daily Mail". Für sie sei ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen. Disney World sei für sie und ihren Bruder Austin immer ein gedanklicher Rückzugsort gewesen: "Immer wenn du eine harte Zeit durchstehst, kannst du im Kopf nach Disney World reisen."
aar

