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04.02.2013
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Beyoncé beim Super Bowl

"Noch irgendwelche Fragen?"

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AFP

Beyoncés Playback-Einlage war das Skandälchen der Amtseinführung von Barack Obama, beim Super Bowl versprach sie Livegesang. Und so kam es: Die Popgigantin lieferte eine Show von gewaltiger Wucht, Gatte Jay-Z war aus dem Häuschen. Zuvor hatten Grundschüler Spieler und Zuschauer zu Tränen gerührt.

New Orleans - Der Druck muss enorm gewesen sein: Hunderte Millionen Menschen sahen den Super Bowl, beinah jeder Lidschlag der Spieler wurde von den Kameras eingefangen, und den Sportlern war klar: Wer heute verliert, wird sich ein Leben lang ärgern. Am Ende siegten die Baltimore Ravens, der Druck war weg. Doch das galt nicht nur für die Hauptprotagonisten dieses Weltereignisses: Auch Beyoncé war der Spannungsabfall deutlich anzusehen.

Auf der Internetseite Instagram sind Aufnahmen zu sehen, wie sie ihrem Mann, dem Rapper Jay-Z nach ihrem furiosen Auftritt in der Halbzeit in die Arme fällt. Ihr Lampenfieber wäre ohnehin groß gewesen, der Super Bowl lässt niemanden kalt, auch nicht Popgiganten. Doch verschärfend kam diese Playback-Geschichte dazu.

Beyoncé hatte bei der Amtseinführung von Barack Obama nicht live gesungen oder genauer: Vielleicht tat sie das für sich, aber der Gesang, der aus den Boxen kam, war vom Band. Sie sagte danach, sie habe zu wenig Zeit zum Üben gehabt. Dieses Mal hatte sie offensichtlich genug Zeit.

Sie hatte Livegesang versprochen und sang ein Medley ihrer größten Hits, "Crazy in Love", "Halo", solche Straßenfeger. Eine gigantische Show, zu der ein überraschender Auftritt von Michelle Williams und Kelly Rowland gehörte. Da standen tatsächlich Destiny's Child auf der Bühne, die Girlgroup, die sich 2005 auflöste und nun wieder in die Charts will.

Zeichen gegen Waffengewalt

Beyoncés Show hatte eine enorme Wucht - und Jay Z war sich sicher, dass all die Kritiker, die nach der Playback-Farce aufheulten, nun für immer schweigen werden. "Lichter aus! Irgendwelche Fragen?", twitterte er, als nach der Halbzeit kurzzeitig der Strom im Stadion ausfiel.

Für Überraschung sorgte auch ihr Outfit: Sie trug keine Klamotten namhafter Designer, sondern einen knappen schwarzen Lederbody, entworfen von einem Mann namens Rubin Singer. Dessen Name dürfte nun bekannter werden, Beyoncé kennt den New Yorker Modemacher schon seit einigen Jahren. Entsprechend fröhlich sagte er denn auch zur "New York Times": "Dies ist der größte Moment in meiner Karriere."

Den emotionalen Höhepunkt und ein Zeichen gegen Waffengewalt gab es schon vor dem Kick-Off, als Sängerin Jennifer Hudson, die ihre Mutter und Neffen vor fünf Jahren durch Schüsse verlor, und Kinder der Sandy-Hook-Grundschule aus Newtown gemeinsam "America the Beautiful" sangen.

Nicht einmal zwei Monate nach dem Amoklauf in Connecticut hatten der Chor aus 26 Erstklässlern und die Sängerin grüne Bänder an ihren T-Shirts, um an die 26 Opfer zu erinnern - und rührten mit ihrem Auftritt manch starken Mann zu Tränen. Zumindest bei einigen der Football-Profis sollen Tränen geflossen sein.

bim

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Jahr Gewinner Verlierer MVP
2014 Seattle Seahawks Denver Broncos Malcolm Smith
2013 Baltimore Ravens San Francisco 49ers Joe Flacco
2012 New York Giants New England Patriots Eli Manning
2011 Green Bay Packers Pittsburgh Steelers Aaron Rodgers
2010 New Orleans Saints Indianapolis Colts Drew Brees
2009 Pittsburgh Steelers Arizona Cardinals Santonio Holmes
2008 New York Giants New England Patriots Eli Manning
2007 Indianapolis Colts Chicago Bears Peyton Manning
2006 Pittsburgh Steelers Seattle Seahawks Hines Ward
2005 New England Patriots Philadelphia Eagles Deion Branch
2004 New England Patriots Carolina Panthers Tom Brady
2003 Tampa Bay Buccaneers Oakland Raiders Dexter Jackson
2002 New England Patriots Saint Louis Rams Tom Brady
2001 Baltimore Ravens New York Giants Ray Lewis
2000 Saint Louis Rams Tennessee Titans Kurt Warner

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