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Panorama

Ehemann von Dänemarks Königin

Prinz Henrik ist tot

Schon länger hatte sich Prinz Henrik aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, es ging ihm gesundheitlich schlecht. Nun ist der Ehemann der dänischen Königin Margrethe II. im Alter von 83 Jahren gestorben.

Patrick van Katwijk/ DPA
Mittwoch, 14.02.2018   10:29 Uhr

Prinz Henrik, der Mann der dänischen Königin Margrethe II., ist tot. Er starb am späten Dienstagabend im Alter von 83 Jahren auf Schloss Fredensborg nördlich von Kopenhagen, wie das Königshaus am frühen Mittwochmorgen mitteilte. Seine Frau und seine beiden Söhne seien an seiner Seite gewesen.

Der gebürtige Franzose war seit 1967 mit Margrethe verheiratet, fünf Jahre später wurde sie zur Königin gekrönt. Im vergangenen Jahr feierte das Paar seine Goldene Hochzeit. Henrik galt als die große Stütze der Königin.

In den vergangenen Monaten hatte sich sein Gesundheitszustand verschlechtert. Im September 2017 gab das Königshaus bekannt, Prinz Henrik leide an Demenz. Er zog sich daraufhin weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück, zuletzt sah man ihn mit seiner Frau beim Weihnachtsgottesdienst.

Um dem dänischen Winter zu entgehen, verbrachte Henrik viel Zeit in Ägypten. Im Januar zog er sich dort eine Lungenentzündung zu. Die Ärzte entdeckten zudem einen gutartigen Tumor in seinem linken Lungenflügel. Als sich sein Zustand Anfang Februar dramatisch verschlechterte, brach Kronprinz Frederik seinen Besuch bei den Olympischen Winterspielen in Südkorea ab und reiste nach Hause. Wenige Tage später wurde Prinz Henrik aus dem Krankenhaus nach Hause verlegt. Er hatte entschieden, seine letzten Lebenstage auf Schloss Fredensborg verbringen zu wollen.

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Henrik von Dänemark: Nie König

Henrik wurde am 11. Juni 1934 als Graf Henri Marie Jean André de Laborde de Monpezat im französischen Talence geboren. Seine ersten Lebensjahre verbrachte er mit seinen Eltern in Vietnam, später studierte er Jura an der Pariser Sorbonne, sowie Chinesisch und Vietnamesisch unter anderem in Hongkong und Saigon. Nach der Hochzeit mit Margrethe änderte er seinen Vornamen ins dänische Henrik.

Die meisten öffentlichen Aufgaben gab Henrik bereits 2016 ab. Damals legte er auch den immer ungeliebten Titel "Prinzgemahl" nieder. Bis zuletzt haderte Henrik damit, dass er als Gemahl einer Königin nicht den Titel König bekam. Weil er sich in Dänemark nicht respektiert fühlte, zog er sich immer wieder auf sein Weingut in Frankreich zurück und kam beispielsweise auch nicht zur Feier von Margrethes 75. Geburtstag.

Im vergangenen Sommer erklärte der Prinz, er wolle ohne den entsprechenden Titel auch nicht neben seiner Frau, der Königin, begraben werden. Bei dieser Entscheidung sollte es nach Angaben des Palasts auch nach der Demenz-Diagnose bleiben.

aar/dpa

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