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Panorama

Meryl Streep über Mariah Carey

"Das Miststück hat meinen Platz geklaut"

Sie ging nur kurz aus dem Saal - und schon war ihr Sitzplatz weg: Meryl Streep amüsiert sich noch immer köstlich über die Stuhlpanne mit Mariah Carey bei den Golden Globes.

AP

Mariah Carey bei der Verleihung der Golden Globes in Beverly Hills

Dienstag, 09.01.2018   11:33 Uhr

In der Talkshow "Jimmy Kimmel Live" hat Oscar-Preisträgerin Meryl Streep noch einmal den denkwürdigen Abend der Golden-Globe-Verleihung Revue passieren lassen - und sich einen kleinen Scherz mit Pop-Diva Mariah Carey erlaubt.

"Das Miststück hat meinen Platz geklaut", spielte Streep im Studio die Empörte. "Plötzlich war sie da, neben Steven Spielberg, am Herumscharwenzeln." Gelächter.

Natürlich war es in Wahrheit ganz anders: Carey habe sich vielmals entschuldigt, als sie ihren Fauxpas bemerkt habe: "Oh mein Gott, man hat mir gesagt, ich soll mich hinsetzen!", erklärte die Sängerin demnach.

Streep nahm ihr die Sache nicht übel, sondern bat sie laut eigener Aussage, sitzen zu bleiben. Es sei bei solchen Preisverleihungen üblich, die stehenden Anwesenden anzuzählen, damit bei Beginn der Show alle auf ihren Plätzen säßen. Wenn man es dann nicht mehr zu seinem eigenen Sitz schaffe, bleibe man eben dort, wo man gerade ist, so Streep.

Mariah Carey hatte bereits zuvor über die Panne berichtet. Sie habe sich in einer Werbepause auf dem Weg zum Klo verquatscht und sei erst spät wieder in den Saal gekommen. "Liebe Meryl, bitte verzeih mir", twitterte Carey. Als Streep während der nächsten Unterbrechung wieder in den Saal kam, hätten beide wieder ihre richtigen Plätze eingenommen.

20 Mal wurde Meryl Streep bereits für einen Oscar nominiert - Moderator Jimmy Kimmel nahm das zum Anlass, sie für ein kleines Quiz zu gewinnen. "Nenn mir alle Filme, für die du nominiert wurdest!" Als Lohn versprach der Moderator einen "Bonus-Oscar". Streep legte los.

AFP

Meryl Streep

"Die Geliebte des französischen Leutnants", "Kramer gegen Kramer", "Silkwood", "Sophies Entscheidung", "Jenseits von Afrika". Alles korrekt. Doch dann geriet die Aufzählung ins Stocken. "Ein Schrei in der Dunkelheit?", fragte Streep. Der Moderator verneinte. "Warum nicht? Hat man mir den vorenthalten?", rief sie in gespielter Verzweiflung.

Tatsächlich irrte Kimmel. Streep war 1989 für diesen Film sowohl für die Oscars als auch den Golden Globe nominiert. Bei der Frage nach ihrer allerersten Nominierung patzte Streep. Die gab es für "Die durch die Hölle gehen", mitnichten für "Die Geliebte des französischen Leutnants".

Bisher durfte Meryl Streep drei Oscars mit nach Hause nehmen - als beste Nebendarstellerin in "Kramer gegen Kramer" sowie als beste Hauptdarstellerin in "Sophies Entscheidung" und "Die eiserne Lady".

Viele Schauspielerinnen und Filmschaffende hatten die Verleihung der Golden Globes genutzt, um sich solidarisch zu zeigen mit Opfern von Machtmissbrauch und sexuellen Übergriffen in der Unterhaltungsindustrie. Die für ihr Lebenswerk ausgezeichnete Talk-Legende Oprah Winfrey hielt eine vielbeachtete Rede, mit der sie sich einigen Beobachtern zufolge als mögliche US-Präsidentschaftskandidatin ins Spiel brachte.

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Roter Teppich der Golden Globes: Women in Black

ala/dpa

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