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Panorama

Nach Unfall

Staatsanwaltschaft verzichtet auf Anklage gegen Prinz Philip

Sein Autounfall Mitte Januar bleibt für Prinz Philip ohne juristische Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft hat entschieden, den Gatten der Queen in der Sache nicht zu belangen.

REUTERS
Donnerstag, 14.02.2019   12:25 Uhr

Prinz Philip bleibt ein Gerichtsverfahren wegen seines Autounfalls erspart: Die Staatsanwaltschaft hat angekündigt, den Prinzen nicht anzuklagen. Vor Kurzem war bekannt geworden, dass der Prinz seinen Führerschein abgegeben hat. Die Entscheidung sei freiwillig erfolgt, hieß es damals aus dem Buckingham-Palast.

"Wir haben alle Umstände des Falles berücksichtigt, auch das Maß an Strafbarkeit, das Alter des Fahrers und die Zurückgabe des Führerscheins", hieß es in einer Mitteilung der Anklagebehörde. "Wir haben entschieden, dass eine Anklage nicht im öffentlichen Interesse wäre."

Der Prinz war Mitte Januar nahe dem königlichen Landsitz Sandringham in der ostenglischen Grafschaft Norfolk in einen Unfall verwickelt. Er stieß beim Einbiegen auf eine stark befahrene Straße mit einem anderen Auto zusammen. Der Prinz erlitt keine Verletzungen. Im anderen Fahrzeug brach sich eine Beifahrerin ein Handgelenk, die Fahrerin erlitt Schnittwunden am Knie. Ein neun Monate altes Baby im Auto blieb unverletzt.

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Prinz Philip: Juristisch nichts zu befürchten

Der Vorfall hatte eine Debatte über Senioren am Steuer ausgelöst. Nur zwei Tage nach seinem Unfall hatte sich Prinz Philip eine polizeiliche Rüge eingehandelt, weil er gefahren war, ohne sich anzuschnallen.

In Großbritannien ist der Führerschein ab einem Alter von 70 Jahren ungültig, kann aber mit einem einfachen Selbsteinschätzungstest erneuert werden. Amtlichen Angaben zufolge haben im Königreich mehr als 100.000 Senioren über 90 Jahren eine Fahrerlaubnis.

Der Prinz hatte sich 2017 in den Ruhestand verabschiedet. In den vergangenen Jahren litt er unter gesundheitlichen Problemen: Das Herz machte ihm zu schaffen, er hatte Blasenentzündungen, musste an der Hand operiert werden und bekam ein neues Hüftgelenk.

ulz/AP

insgesamt 8 Beiträge
rosabalou 14.02.2019
1. was hat denn bitte....
.....der letzte Absatz mit der Fahrtauglichkeit zu tun? Davon einmal abgesehen, in dem Alter sollte man tatsächlich nicht mehr mit dem Auto unterwegs sein, jedenfalls nicht hinter dem Lenkrad.
.....der letzte Absatz mit der Fahrtauglichkeit zu tun? Davon einmal abgesehen, in dem Alter sollte man tatsächlich nicht mehr mit dem Auto unterwegs sein, jedenfalls nicht hinter dem Lenkrad.
appenzella 14.02.2019
2. im Jahre 2018
hat es tatsächlich einen! Unfall gegeben, der von einem fast 100jährigen in Großbritannien verursacht wurde. Es gibt demnach kaum eine Möglichkeit, vom Gatten der britischen Queen gerammt zu werden, und jetzt, wo er seinen [...]
hat es tatsächlich einen! Unfall gegeben, der von einem fast 100jährigen in Großbritannien verursacht wurde. Es gibt demnach kaum eine Möglichkeit, vom Gatten der britischen Queen gerammt zu werden, und jetzt, wo er seinen Führerschein abgegeben hat, geht diese Gefahr gegen Null. Laßt mal die Kirche im Dorf, Leute, es gibt andere und größere Gefahrenquellen auf diesem unruhigen Planeten! Grüezi der appenzella
salomohn 14.02.2019
3. Wieso nur einer?
Es hat massenhaft Unfälle mit hochbetagten Menschen in UK gegeben. Die Prozentzahlen am Gesamtaufkommen kann man leicht im Netz ermitteln. Jedoch wurde international nur von einem berichtet. Die Fahrtauglichkeit kann man sich in [...]
Es hat massenhaft Unfälle mit hochbetagten Menschen in UK gegeben. Die Prozentzahlen am Gesamtaufkommen kann man leicht im Netz ermitteln. Jedoch wurde international nur von einem berichtet. Die Fahrtauglichkeit kann man sich in UK leicht selbst attestieren. Das System ist für den Schutz der Mitmenschen genau so schwach wie in Deutschland.
heissSPOrN 14.02.2019
4.
Nun, wenn sich einer einen Chauffeur leisten kann, dann wohl der Prinz... alle anderen Senioren sollen dann wohl nach Meinung einiger Foristen hier sehen, wie sie von A nach B kommen. Fahrer aller Altersklassen, die Ihre [...]
Nun, wenn sich einer einen Chauffeur leisten kann, dann wohl der Prinz... alle anderen Senioren sollen dann wohl nach Meinung einiger Foristen hier sehen, wie sie von A nach B kommen. Fahrer aller Altersklassen, die Ihre Fähigkeiten überschätzen, sind ein nicht weniger grosses Unfallrisiko. Senioren wissen um ihr Alter und die damit verbundenen Einschränkungen und fahren eher defensiv - was ich von jungen Fahrern idR nicht behaupten kann.
mazzmazz 14.02.2019
5. Egal...
Egal was andere Altersgruppen machen, hier geht es um Senioren. Es ist allerhöchste Zeit für einen regelmäßigen Gesundheitscheck für Führerscheininhaber. Gerne auch direkt ab 16/18 Jahren, um das Argument der [...]
Egal was andere Altersgruppen machen, hier geht es um Senioren. Es ist allerhöchste Zeit für einen regelmäßigen Gesundheitscheck für Führerscheininhaber. Gerne auch direkt ab 16/18 Jahren, um das Argument der Altersdiskriminierung auszuhebeln. Politisch wird so etwas aufgrund der demographischen Entwicklung schon sehr bald nicht mehr durchsetzbar sein. Also Gas geben...!

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