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Panorama

Wegen Sauerstoffmangel

20 Tonnen Fisch in See in Münster verendet

Die heißen Temperaturen haben in Münster zu einem Sauerstoffmangel im Aasee geführt. Der überwiegende Teil des Fischbestandes ist gestorben.

DPA

Verendete Fische am Aasee

Freitag, 10.08.2018   22:20 Uhr

Sauerstoffmangel hat ein Fischsterben im Aasee in Münster ausgelöst. "Bis Freitagnachmittag sind schon mehr als 20 Tonnen verendete Fische mit dem Saugwagen und Keschern eingesammelt worden", sagte Münsters Umweltdezernent Matthias Peck. Einer Mitteilung des Dezernats zufolge hat ein Grünalgensterben in der Nacht zum Donnerstag die Sauerstoffwerte im alten Aasee unter die kritische Schwelle von zwei Milligramm pro Liter Wasser sinken lassen.

Fachleute des Landesfischereiverbandes und der städtischen Ämter gehen davon aus, dass damit "der weit überwiegende Teil des Fischbestandes tot ist", hieß es in der Mitteilung weiter. Die Stadt Münster will nun mit Hochleistungspumpen Wasserfontänen in das 40 Hektar große Areal spritzen, um Sauerstoff einzubringen um die Restbestände zu retten. Wegen des Einsatzes der Pumpen sei der See am Samstag stellenweise nur "eingeschränkt zugänglich".

Der heiße Sommer hat die Temperatur in Flüssen und stillen Gewässern in den vergangenen Wochen ansteigen lassen. Als kritischer Wert gilt 28 Grad. Bei derartigen Verhältnissen kann das Wasser nicht mehr genug Sauerstoff aufnehmen.

"So schlimm war es noch nie", hatte Till Seume vom Landesfischereiverband Westfalen und Lippe am Dienstag erklärt. Seume hatte von Fischsterben in Gewässern wie Teichen, Tümpeln oder Auffangbecken berichtet.

ans/dpa

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