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Spider-Tier in Minnesota

Waschbär nach waghalsiger Kletterei gerettet

Tagelang fieberten Menschen im Internet mit, als ein Waschbär in Minnesota an einem Büroturm hochkletterte - bis in den 25. Stock. Nun endete das Drama mit einem Happy End.

AP/ Minnesota Public Radio
Donnerstag, 14.06.2018   11:21 Uhr

Er ist gerettet! So lautete schließlich die beruhigende Nachricht in einem spannenden Schauspiel im US-Bundesstaat Minnesota, das Menschen weltweit über Tage via Twitter verfolgt haben. Held der Geschichte: ein kleiner Waschbär.

Das Tier hatte sich über Tage im Spiderman-Stil an einem 25 Stockwerke hohen Wolkenkratzer in der Stadt St. Paul hoch bewegt - vor den gespannten Augen der Öffentlichkeit. Zwei Journalisten des örtlichen Radiosenders MPR, Evan Frost und Tim Nelson, beobachteten den Waschbären seit Montag und dokumentierten seine waghalsige Kletterei von dem gegenüberliegenden Gebäude aus bei Twitter.

Daraufhin fieberten zahlreiche Menschen mit dem Tier mit, immer in der Angst, es könne abstürzen. Im Laufe des Dienstags wurden die Hashtags #mprraccoon und #mprwaschbär zum Trend - und der Waschbär machte es spannend. Das Tier sei den ganzen Tag auf und ab geklettert und habe ab und zu auf Mauervorsprüngen ein Nickerchen gehalten, sagte Nelson am Tag darauf dem Sender BBC. "Es hat mir das Herz gebrochen, das zu sehen."

Etliche Twitternutzer zeigten sich völlig gefesselt von dem Schauspiel: Sie könne gerade nicht, sie könne nur an den Waschbären denken, schrieb eine Nutzerin.

Am Mittwoch dann allgemeine Erleichterung: Der Waschbär erreichte das Dach - und konnte eingefangen werden, als er in eine Falle mit Futter lief, die behördliche Tierschützer aufgestellt hatten. Nelson zufolge kümmerten sich die Tierschützer um den Waschbären und versorgten ihn mit Katzenfutter.

Die Twittergemeinde jubelte über das Happy End. Danach konnte Nelson noch eine letzte freudige Nachricht verkünden: Der Waschbär sei wieder in die Freiheit entlassen worden, twitterte der Journalist.

Foto: REUTERS

Nelsons Arbeitgeber nutzt derweil die Aufmerksamkeit für sich: Er bietet T-Shirts an, die mit Waschbär-Konterfei und dem Namen des Radiosenders bedruckt sind.

fok/dpa

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