Schrift:
Ansicht Home:
Panorama

Tierquälerei in Thailand

Missbrauchter Elefant stirbt an Stromschlag

In Thailand ist ein Elefant auf offener Straße auf stromführende Kabel gestürzt und gestorben. Das Tier wurde illegal als Touristenattraktion eingesetzt. Seinem Besitzer droht jetzt eine Haftstrafe.

AFP/ RUAMKATANYU

Leiche des getöteten Elefanten

Sonntag, 16.09.2018   10:04 Uhr

In Thailand ist ein Elefant an einem Stromschlag gestorben. Das illegal als Touristenattraktion missbrauchte Tier stürzte auf einer Straße in der Stadt Samut Prakhan, in der Nähe von Bangkok, durch eine Abdeckung auf stromführende Kabel. Helfer versuchten später noch vergeblich, das Tier durch eine Herzmassage zu retten.

Der Besitzer wurde wegen Tierquälerei und illegalen Tiertransports angezeigt. Ihm droht nach Angaben der Polizei eine Strafe von bis zu zwei Jahren Haft. Die Kanal-Abdeckung habe dem Gewicht des zehn Jahre alten Elefanten nicht standgehalten - das Tier sei mit einem Hinterbein eingebrochen.

In Thailand gibt es etwa 3000 in Gefangenschaft lebende Elefanten. Viele von ihnen dienen als Touristenattraktion. Oft werden sie von den Elefantenführern durch die heißen, verkehrsreichen Straßen geführt, wo Touristen sie für etwas Geld füttern können.

Fotostrecke

Wildtiere: Bedrohte Arten

Eigentlich ist diese Praxis wegen Tierquälerei verboten. Das Verbot werde aber in vielen Regionen des Landes ignoriert, sagte Edwin Wiek von der Tierschutzorganisation Wildlife Friends Foundation, die versucht, in Thailand misshandelte Elefanten zu retten und gesund zu pflegen.

mak/dpa

Mehr im Internet

Artikel

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH
TOP