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Panorama

Sprung in Rotor

Wapitihirsch bringt Hubschrauber zum Absturz

In den USA wollten Wildtierexperten einem Wapitihirsch einen Peilsender anlegen. Doch der Versuch endete tragisch: Ein Hubschrauber stürzte ab, das Tier starb bei dem Unfall.

AP/ Wasatch County Sheriffs Office

Unfallstelle in Utah

Mittwoch, 14.02.2018   20:56 Uhr

Ein Wapitihirsch hat im US-Bundesstaat Utah einen tieffliegenden Hubschrauber zum Absturz gebracht. Die Besatzung hatte das Tier verfolgt, um ihm ein Halsband mit einem Peilsender anzulegen. Die beiden Männer wurden laut der Nachrichtenagentur AP nicht schwer verletzt, das Tier überlebte den Unfall nicht.

Die Crew an Bord hatte nach Angaben des Sheriffs von Wasatch County versucht, den Wapitihirsch mit einem Netz zu fangen. Der Hubschrauber sei in bergigem Gelände im Osten von Utah ungefähr drei Meter über dem Boden geflogen, als der Wapitihirsch in den Heckrotor gesprungen sei. Der Hubschrauber stürzte nach der Kollision ab und wurde unter anderem am Heckrotor und einer Landekufe beschädigt. Der Wapitihirsch wurde so schwer verletzt, dass er starb.

AP/ Wasatch County Sheriffs Office

Wie ein Mitarbeiter der staatlichen "Division of Wildlife Resources" sagte, werden Hubschrauber regelmäßig genutzt, um Wildtiere in abgeschiedenen Regionen zu beobachten. Der Zusammenstoß mit dem Wapitihirsch sei der erste derartige Unfall gewesen. Umweltschützer hingegen kritisieren den Einsatz von Hubschraubern bei der Überwachung von Wildtieren.

Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels hieß es, ein Elch habe den Hubschrauber zum Absturz gebracht. Wir haben den Fehler korrigiert.

bbr/AP

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