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Politik

Wahlkampf

Wie Frankreichs Präsidentschaftsbewerber Deutschland kritisieren

"Ich will nicht Vizekanzlerin von Merkel sein": Marine Le Pen fiel schon häufiger durch ihre Deutschland-Kritik auf. Im Präsidentschaftswahlkampf attackieren plötzlich auch die anderen Bewerber den EU-Nachbarn.

Getty Images
Mittwoch, 19.04.2017   14:43 Uhr

Die finale Phase des Präsidentschaftswahlkampfs in Frankreich läuft: Die Kandidaten gehen noch stärker auf Konfrontationskurs, der Ton wird rauer. Denn am Sonntag findet der erste Wahlgang statt. Schlagzeilen bringen Aufmerksamkeit - und die ist nötig. Denn ein Drittel der Wähler gilt noch als unentschieden oder weiß nicht, ob sie überhaupt an der Wahl teilnehmen will.

Zuletzt lieferten sich in den Umfragen Front-National-Chefin Marine Le Pen und der Sozialliberale Emmanuel Macron ein Kopf-an-Kopf-Rennen - verloren aber leicht an Zustimmung. Republikaner François Fillon und besonders Linkspopulist Jean-Luc Mélenchon konnten dagegen in den Umfragen aufholen. Passend titelt die französische Zeitung "Le Monde": "Noch nie gab es ein Votum mit so vielen Unsicherheiten".

Doch nicht nur untereinander teilen die fünf aussichtsreichsten Kandidaten im Kampf um die Wählerstimmen aus. Auch Nachbar Deutschland musste in den vergangenen Wochen häufiger herhalten - mal wegen Angela Merkels Flüchtlingspolitik, dann wieder wegen der wirtschaftlichen Dominanz Deutschlands in der EU. Die deutsch-französischen Beziehungen gelten auch 54 Jahre nach dem Freundschaftsvertrag der beiden Länder für viele Beobachter weiterhin als Hassliebe.

Und die bietet Fläche für emotionale Debatten und scharfe Attacken auf Deutschland.

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Wahlen in Frankreich: „Ich will nicht die Vizekanzlerin von Angela Merkel sein.“

mho/dop

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