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Politik

Atomstreit mit Pjöngjang

USA schicken zweiten Flugzeugträger nach Korea

Nach dem jüngsten Raketentest wachsen die Spannungen zwischen den USA und Nordkorea: Die USA haben laut Medienberichten den Flugzeugträger "USS Ronald Reagan" auf den Weg geschickt.

REUTERS/ Kyodo

Amerikanischer Flugzeugträger "USS Ronald Reagan"

Freitag, 19.05.2017   13:01 Uhr

Es soll ein Einsatz zu Übungszwecken sein: Nach Medienberichten haben die USA einen zweiten Flugzeugträger zu Patrouillenfahrten in die Gewässer nahe der koreanischen Halbinsel geschickt: Die "USS Ronald Reagan" werde sich voraussichtlich gemeinsam mit der "USS Carl Vinson" an Übungen im Westpazifik beteiligen, berichteten der US-Sender CNN und die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap.

Nordkorea hatte am vergangenen Sonntag erneut eine Mittelstreckenrakete getestet und damit gegen Uno-Resolutionen verstoßen. Nach Einschätzung von US-Experten zeigte der Test, dass Nordkorea Fortschritte bei der Entwicklung einer Interkontinentalrakete macht.

Auf längere Sicht sei geplant, dass die "Ronald Reagan", deren Heimathafen Yokosuka in Japan ist, die "Carl Vinson" in der Region ablöse, berichtete CNN unter Berufung auf Beamte des Pentagons. Nach Angaben der US-Marine gibt es seit Jahren Doppeleinsätze von Flugzeugträgern im westlichen Pazifik. Die USA hatten Ende April als Demonstration der Stärke zum zweiten Mal in diesem Jahr die "Carl Vinson" in die Region entsendet.

AFP/ US Navy

Flugzeugträger "USS Carl Vinson"

Nach diversen Atomwaffentests 2016 hatte Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un für dieses Jahr wiederholt angekündigt, man werde unter anderem interkontinentale ballistische Raketen testen. Nordkorea strebt den Bau solcher Raketen an, die auch das Festland der USA treffen könnten.

Mit den Tests verstößt das Land gegen Resolutionen des Uno-Sicherheitsrats. Seit 2006 hat Nordkorea fünf Atomwaffentests vorgenommen, davon zwei im vergangenen Jahr.

Die kommunistische Führung in Pjöngjang wirft den USA dagegen regelmäßig vor, durch ihre gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea einen Angriff vorzubereiten, was beide Länder aber bestreiten.

Chinesische Jets fangen US-Flugzeug ab

Im Ostchinesischen Meer kam es unterdessen zu einem Zwischenfall: Zwei chinesische Kampfjets fingen nach US-Angaben auf "unprofessionelle Weise" ein US-Aufklärungsflugzeug ab.

Das amerikanische Flugzeug vom Typ WC-135 "Constant Phoenix" dient gewöhnlich dazu, radioaktive Spuren zu sammeln, und es dürfte vor dem Hintergrund der Drohungen Nordkoreas mit einem Atomtest im Einsatz gewesen sein. Es sei auf einem "Routineflug" gewesen, berichtete das US-Pazifikkommando.

Der Zwischenfall habe sich im internationalen Luftraum ereignet, berichtete die Sprecherin Lori Hodge nach Angaben der Militärpublikation "Stars and Stripes". Das Manöver werde über diplomatische und militärische Kanäle mit der chinesischen Seite abgesprochen.

US-Beamte berichteten dem US-Sender CNN, die Jets russischer Bauart vom Typ Sukhoi Su-30 seien bis auf 45 Meter an das US-Flugzeug herangekommen. Eines sei sogar über Kopf direkt über der vierstrahligen US-Maschine geflogen.

mho/dpa

insgesamt 120 Beiträge
City Nord 19.05.2017
1.
Es wird innenpolitisch enger für DT also werden außenpolitisch jetzt die Krallen ausgefahren. SO BERECHENBAR
Es wird innenpolitisch enger für DT also werden außenpolitisch jetzt die Krallen ausgefahren. SO BERECHENBAR
mediamagd 19.05.2017
2. Take a photo...
"US-Beamte berichteten dem US-Sender CNN, die Jets russischer Bauart vom Typ Sukhoi Su-30 seien bis auf 45 Meter an das US-Flugzeug herangekommen. Eines sei sogar über Kopf direkt über der vierstrahligen US-Maschine [...]
"US-Beamte berichteten dem US-Sender CNN, die Jets russischer Bauart vom Typ Sukhoi Su-30 seien bis auf 45 Meter an das US-Flugzeug herangekommen. Eines sei sogar über Kopf direkt über der vierstrahligen US-Maschine geflogen." Auch in China kennt man offensichtlich "TOP GUN"...
steve72 19.05.2017
3.
Mehr wie drohen kann Washington nicht ,aus dem einfachen Grund das bei einem möglichen Krieg die Börsen zusammenbrechen würden und das würde die gesamte Weltwirtschaft betreffen .
Mehr wie drohen kann Washington nicht ,aus dem einfachen Grund das bei einem möglichen Krieg die Börsen zusammenbrechen würden und das würde die gesamte Weltwirtschaft betreffen .
marialeidenberg 19.05.2017
4. Vernünftig
wird der Dicke dadurch aber nicht. Chinas Absichten sind viel wichtiger. Wenn die Chinesen Nordkorea als Puffer / Cordon sanitaire zu bauchen glauben dann wird die Sache kreuzgefährlich. Ich setze meine Hoffnung auf die [...]
wird der Dicke dadurch aber nicht. Chinas Absichten sind viel wichtiger. Wenn die Chinesen Nordkorea als Puffer / Cordon sanitaire zu bauchen glauben dann wird die Sache kreuzgefährlich. Ich setze meine Hoffnung auf die Fähigkeit der Amerikaner, feindliche Raketen entweder elektronisch oder durch mid-air collision unschädlich zu machen. Sie brauchen es ja keinem erzählen, nur machen (schwierig bei diesem POTUS).
rösti 19.05.2017
5. ja
Ja das muss ja sein, dem US Präsidenten steht das Wasser am Hals, also ganz schnell ein Feuerchen anzünden, damit das Volk hinter Ihrem Präsidenten steht.... immer das gleiche Spiel!
Ja das muss ja sein, dem US Präsidenten steht das Wasser am Hals, also ganz schnell ein Feuerchen anzünden, damit das Volk hinter Ihrem Präsidenten steht.... immer das gleiche Spiel!

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