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Politik

Verkündung per Twitter

Trump macht Ex-Pharmamanager zum Gesundheitsminister

Ausgerechnet ein ehemaliger Pharmamanager soll das US-Gesundheitssystem reformieren. Präsident Trump lobt, der Mann werde "ein Star für niedrigere Medikamentenpreise" sein.

U.S. Department of Health & Human Services

Alex Azar, designierter US-Gesundheitsminister

Montag, 13.11.2017   18:10 Uhr

US-Präsident Donald Trump hat den früheren Pharmamanager Alex Azar als Gesundheitsminister nominiert. Azar werde sich um eine bessere Gesundheitsvorsorge und niedrigere Medikamentenpreise kümmern, kündigte Trump per Twitter an.

Unter dem ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush war Azar von 2005 bis 2007 stellvertretender Gesundheitsminister. Der 50-Jährige soll Nachfolger von Tom Price werden. Dieser hatte im September zurücktreten müssen. Ihm waren unter anderem Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit Flügen in Regierungsmaschinen vorgeworfen worden.

"Er wird ein Star sein, für bessere Gesundheitsversorgung und niedrigere Medikamentenpreise", schrieb Trump auf Twitter. Das Gesundheitssystem der USA leidet derzeit unter extrem hohen Preisen für Arzneimittel. Eine Reform hat Trump jedoch trotz republikanischer Mehrheiten in Senat und Abgeordnetenhaus bisher nicht erreicht.

Azar, der noch vom Senat bestätigt werden muss, war zuletzt Manager bei dem auf Diabetes-Mittel und Psychopharmaka spezialisierten Arzneimittelunternehmen Eli Lilly mit Sitz im Bundesstaat Indiana. Dort war Vizepräsident Mike Pence bis zu seinem Amtsantritt in Washington Gouverneur. Azar gilt als entschiedener Gegner von "Obamacare", dem von Trumps Amtsvorgänger Barack Obama geschaffenen Gesundheitssystem.

Er vertritt die Ansicht, dass eine Änderung des Systems auch ohne Beteiligung des Kongresses möglich ist. Azar ist im Direktorengremium des American Council on Germany, einer Organisation zur Verbesserung der transatlantischen Beziehungen. Dem Gremium gehört unter anderem auch der CSU-Politiker Karl-Theodor zu Guttenberg an.

cte/Reuters/dpa

insgesamt 33 Beiträge
franz.v.trotta 13.11.2017
1.
Zitat: "Das Gesundheitssystem der USA leidet derzeit unter extrem hohen Preisen für Arzneimittel." - Dieses Problem hat Trump geerbt. Eine Senkung der Arzneimittel-Preise wäre zu begrüßen. Azar, der die Branche kennt [...]
Zitat: "Das Gesundheitssystem der USA leidet derzeit unter extrem hohen Preisen für Arzneimittel." - Dieses Problem hat Trump geerbt. Eine Senkung der Arzneimittel-Preise wäre zu begrüßen. Azar, der die Branche kennt und überdies Regierungserfahrung hat, könnte der richtige Mann dafür sein. - Was gibt es da zu meckern?
Shoxus 13.11.2017
2. Was es zu meckern gibt
Na das es eine Trump-Entscheidung ist. Egal was Trump macht. Er macht es immer Falsch. Ist ja nix neues. Is halt nen ganz, ganz pöser. Mich wundert bei diesen News (finde es natürlich auch bedenklich) immer nur, das ich [...]
Zitat von franz.v.trottaZitat: "Das Gesundheitssystem der USA leidet derzeit unter extrem hohen Preisen für Arzneimittel." - Dieses Problem hat Trump geerbt. Eine Senkung der Arzneimittel-Preise wäre zu begrüßen. Azar, der die Branche kennt und überdies Regierungserfahrung hat, könnte der richtige Mann dafür sein. - Was gibt es da zu meckern?
Na das es eine Trump-Entscheidung ist. Egal was Trump macht. Er macht es immer Falsch. Ist ja nix neues. Is halt nen ganz, ganz pöser. Mich wundert bei diesen News (finde es natürlich auch bedenklich) immer nur, das ich sowas nicht in Deutschland sehe oder in der EU. Obwohl ich hier Pharmaleute mit Politikern die Klinke in die Hand geben und Posten tauschen. Aber das hat natürlich nix mit Trump zu tun. Ist wohl deshalb keine News wert.
Harald Schmitt 13.11.2017
3. Was es da zu meckern gibt?
Der Typ ist doch maximal ein paar Jahre Gesundheitsminister und dann muss er zurück in die Industrie, da glauben sie wirklich der ist an sinkenden Medikamentenpreisen für seine Industrie interessiert? Dann ziehen sie sich auch [...]
Der Typ ist doch maximal ein paar Jahre Gesundheitsminister und dann muss er zurück in die Industrie, da glauben sie wirklich der ist an sinkenden Medikamentenpreisen für seine Industrie interessiert? Dann ziehen sie sich auch die Hose mit der Kneifzange an! Wenn die Republikaner sinkende Medikamentenpreise gewollt hätten, wären sie dazu schon seit Jahren in der Lage gewesen! Ich kann mir nicht vorstellen das Obama was dagegen gehabt hätte.
von_nöten 13.11.2017
4. Antwort #1
Regulierung und staatliche Eingriffe gelten doch in den USA als Teufelszeug. Und da soll nun ausgerechnet ein Pharmamanager für niedrige Medikamentenpreise sorgen? Das will mir nicht unmittelbar einleuchten. Aber warten wir es [...]
Regulierung und staatliche Eingriffe gelten doch in den USA als Teufelszeug. Und da soll nun ausgerechnet ein Pharmamanager für niedrige Medikamentenpreise sorgen? Das will mir nicht unmittelbar einleuchten. Aber warten wir es ab, vielleicht werde ich ja eines Besseren belehrt.
solltemanwissen 13.11.2017
5.
*lach* Wäre das hier in Deutschland oder in der EU würde Merkel von Ihnen beiden verbal ans Kreuz genagelt! Aber ist halt Trump. Der hat bei Ihnen Narrenfreiheit. Soviel zum Thema, Lobbyismus eindämmen. Selten so [...]
Zitat von ShoxusNa das es eine Trump-Entscheidung ist. Egal was Trump macht. Er macht es immer Falsch. Ist ja nix neues. Is halt nen ganz, ganz pöser. Mich wundert bei diesen News (finde es natürlich auch bedenklich) immer nur, das ich sowas nicht in Deutschland sehe oder in der EU. Obwohl ich hier Pharmaleute mit Politikern die Klinke in die Hand geben und Posten tauschen. Aber das hat natürlich nix mit Trump zu tun. Ist wohl deshalb keine News wert.
*lach* Wäre das hier in Deutschland oder in der EU würde Merkel von Ihnen beiden verbal ans Kreuz genagelt! Aber ist halt Trump. Der hat bei Ihnen Narrenfreiheit. Soviel zum Thema, Lobbyismus eindämmen. Selten so gelacht.

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